Piraten: Sozialarbeiter zur See

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Der Rapper K’naan, wohl so etwas wie die somalische Antwort auf Bushido und ein Mann mit dem Intellekt und den moralischen Kategorien einer Darmbakterie, hat eine überraschende Erläuterung des Piratenproblems zur Hand. In der Radioshow „The Morning After“ erklärt er, dass die Piraten tatsächlich Umweltschützer sind.

Kapitalkräftige Unternehmen aus dem Westen haben ihren nuklearen Abfall in den Gewässern vor Somalia verklappt, weil dort jede staatliche Kontrolle fehlt. Die Piraten sind ursprünglich in See gestochen, um die Täter hierfür bezahlen zu lassen. Sie wollten nur Schadensersatz in Form von Lösegeld. Tatsächlich haben Sie uns damit geholfen, unsere Umwelt sauber zu halten.

Hochwürden Al Sharpton klärt uns darüber auf, dass  die Killer und Geiselnehmer tatsächlich Verteidiger des somalischen Volkes mit einem besonderen sozialen Gewissen seien. In seiner Radio-Show hält er die Bezeichnung „Freiwillige Küstenwache für Somalia“ für „angemessener“ für die „sogenannten Piraten“.

Die Piraten sind häufig noch minderjährig, hungrig, ängstlich, ohne Treibstoff und Munition. Und Präsident Obama habe vor der Küste Somalias „einen kaltblütigen Mord angeordnet“, als er die Mission der Navy Seals billigte.

Wir lernen von der Linken, wie man skrupellose Kriminelle zu Opfern westlicher Unternehmen oder der misslichen Umstände macht. Während die Seals bei Gefahr für Leib oder Leben für den entführten Kapitän nicht lange zögerten und die Täter ausschalteten, übergibt die Bundesmarine Piraten lieber der kenianischen Justiz. Und ein früherer Bundesminister fährt nach Mombasa, um dem deutschen Parlament zu berichten, ob die Täter ein faires Verfahren bekommen. Für die Opfer, etwa die rund 300 Geiseln, die nach wie vor in der Gewalt der Piraten sind, sind keine Anstrengungen vorgesehen. Eine Gesellschaft zeigt auch im Umgang mit solchen Herausforderungen, ob sie Bestand haben will. Ob sie den Willen hat, der Erosion der Werte, für die sie steht, etwas entgegenzusetzen. Die Piraten sind nur eine Metapher für eine Welt mit Kim Jong-Il, al Qaida, die Janjaweed in Dafur, Hezbollah, Hamas……

Ein Videokommentar:

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2009

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9 Kommentare zu "Piraten: Sozialarbeiter zur See"

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ungeknickterKerl
Gast
ungeknickterKerl
5 Jahre 9 Monate her

Herr Steinhöfel, Sie sind mein Mann, Sie wissen, wo`s lang geht!!
Danke für diese Site!!

Ihr

ungeknickterKerl

anti_dumm
Gast
anti_dumm
6 Jahre 4 Monate her
lieber js, verlieren sie sich hier in Ironie od. sarkasmus? wer kümmert sich denn um die ordnungsgemäße beseitigung d. atommülls und anderer hochtoxischen abfälle? Diese werden schon seit d. 40er jahren illegal in d. meere abgeführt. durch mafia u. andere korrupte organisationen. Die damit sicherlich eine menge geld verdienen. Seitdem wir bürger jetzt alle glücklicherweise durch unsere medien informiert sind, ist mir der genuss eines badeurlaubs in entsprechenden gegenden vergangen. Ich hoffe sie machen sich auch ordentlich gedanken über die beseitigung d. vielen überflüssigen elektroschrotts, den sie mitproduzieren. Ob rechts oder links, ist nicht wichtig, aber wenn gedanken nur aus… Read more »
Stefan
Gast
Stefan
7 Jahre 4 Monate her

Hat Volker Beck denn (als er in Moskau verprügelt wurde) eine Delegation losgeschickt, die sicher stellt, dass diese Idioten (Al Sharpton würde sie als „freiwillige Nachbarschaftshilfe für Moskau“ bezeichnen) auch ja keine Strafverfolgung erleiden müssen und ihnen auf jeden Fall eine deutsche Lebensqualität gewährleistet wird. Anderenfalls sollten sie sofort Asyl beantragen – Volker Beck setzt sich sicher gerne für sie ein. Falls die Jungs von der „freiwilligen Küstenwache für Somalia“ dann noch versichern, dass aus ihren Spendenaktionserlösen ein Dosenpfandsystem installiert wird, dann ist auch Jürgen Trittin glücklich.

Capt.
Gast
7 Jahre 4 Monate her
Ja genauso ist es. Amerikanische Schiffe fahren um die halbe Welt (und wieder zurück) , verbrauchen dabei etliche Tausend Tonnen Treibstoff, passen gut auf das von dem Giftmüll auf hoher See ja kein Tropfen unabsichtlich ausläuft, schleichen sich in an der Küste Afrikas hoch, vorbei einiger dutzend Staaten und Inseln, nähern sich im Schutz der Nacht mit abgedunkelten Positionslichten bis auf 10 Meilen der Somalischen Küste um sicherzustellen das sie ja in teritorialen Fahrwasser sind, Übermalen den Schiffsnamen, holen die Flaggen ein, immer auf Auschau für coastguard, Fischer und Piraten um nicht entdeckt zu werden und erst wenn sie 100%… Read more »
blackadder
Gast
blackadder
7 Jahre 4 Monate her

An unseren zivilisatorischen Maßstäben werden wir gemessen werden – von der Archaischen, die sich derer zu bedienen wußte.
Unserer ethischer Kompass ist derart entrückt, dass wir um jedes Mittel die „Grundrechte“ schützen. Nicht den Sinn und Geist eben derer.
Dadurch wird der Täter zum Opfer – und das eigentliche Opfer degradiert.

Piraterie kennt nur eine Antwort. Und das seit ihrem Aufkeimen.
Doch der Geist der Vernunft wird vernebelt, wenn politische Doktrinen und latenter Anti-Amerikanismus die Marschrichtung vorgeben. Aus Verbrecherbanden werden Umweltschützer, aus Tätern Hilfsbedürftige.

Klaus Störtebeker
Gast
Klaus Störtebeker
7 Jahre 4 Monate her
Nu regt euch mal nich so auf: Meine somalischen Kameraden zur See tun nur das, was wir vor 500 Jahren lange Zeit erfolgreich praktizierten: Den reichen Pfeffersäcken das Hab und Gut wieder abzunehmen, was sie den Armen geklaut hatten. Piraterie war immer ein Akt der Notwehr – die Methode von tapferen, todesmutigen „Men of the Sea“, sich einen klitzekleinen Teil des zusammengeraubten Reichtums der Herrscher dieser Welt zurück zu erobern. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Es gibt nix Schöneres im Leben, als ein mit mit Preziosen und hilfreichen Gebrauchsgütern beladenes Dickschiff zu entern und die Alkoholvorräte aus der… Read more »
Sven W.
Gast
Sven W.
7 Jahre 4 Monate her

Ehrlich gesagt: Als Sie damals wie ein Hamburger Fischverkäufer für Mediamarkt geworben haben, sind Sie mir ziemlich auf den Keks gegangen.
Aber Ihre klare Ansagen zum Islam und linken Verbrechern haben diesen Ausrutscher mehr als wieder Wett gemacht.
Herr Steinhöfel, sie sollten in die Politik gehen, damit das Volk endlich mal wieder ECHTE Verteter zur Wahl hat und nicht nur Kommunistische Betonköpfe und Mitläufer der Blockparteien.

FuenfSterne
Gast
FuenfSterne
7 Jahre 4 Monate her

Nur schwer erträglich, wie sich die Weltöffentlichkeit hier wieder vorführen lässt, weil einige mal wieder nicht den Arsch in der Hose haben das Mandat der Beschützer auszuweiten.
Während die USA und Frankreich bereits das bestehende Mandat vernünftig „leben“, macht sich – natürlich – Deutschland mal wieder lächerlich, wie gestern ein Marine-Admiral a.D. im heute-Journal indirekt aber deutlich vernehmbar zugab.
Natürlich lieg das nicht an den Offizieren und Soldaten, sondern ausschließlich an den Idioten im Hintergrund!!
Und wieder die Frage: WER hat diese Strolche eigentlich gewählt???
Wenn halt NUR Idioten zur Wahl stehen, lohnt der Aufwand leider gar nicht erst…

Alexander L.
Gast
7 Jahre 4 Monate her

Genau so sieht’s aus Herr Steinhöfel.

Gut zu wissen, dass es in Deutschland auch noch Anwälte wie Sie gibt, die ihr Hirn nicht zur Finanzierung des Jura-Studiums verkauft haben 😉

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