Iran massakriert und Merkel schaut zu

„Menschenrechte sind keine innere Angelegenheit“, erklärte die Kanzlerin) in der letzten Woche. Die Oberhäupter des Terrorismus in Teheran blieben gelassen, als sie das hörten.  „Deutschland steht auf der Seite der Menschen, die auf den Straßen protestieren.“, sagte die Kanzlerin. Was ihr Wort wert ist, kann man an den Taten ablesen.  Ein Kommentar:

Zur Rolle von Gerhard Schröder siehe hier.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2009

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14 Kommentare zu "Iran massakriert und Merkel schaut zu"

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Jane
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6 Jahre 2 Monate her

Herr Steinhöfel zeigt sich erstaunt? Warum eigentlich? Beim israelischen Massakrieren im Libanon und in Palästina schauen deutsche Bundeskanzler seit Jahrzehnten zu, ebenso beim chinesischen oder amerikanischen.

Vielmehr ist der Iran ein Feind, der ins islamophob-prozionistische Bild passt und daher die Mühen des Aufschreis wert ist, gell Herr Steinhöfel?

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[…] “Iran massakriert und Merkel schaut zu” (Iran massacred and Merkel looks on) […]

Dox
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Dox
7 Jahre 2 Monate her
Das Islamregime Irans ist selbstzerstörerisch so wie es einst der Kommunismus des Ostblocks war. Die Mullahs werden sich mit oder ohne Wirtschaftssanktionen wirtschaftlich zugrunde richten. Ohne diese sogar noch schneller. Es ist nämlich so, dass beim Handel zwischen einem effizienten und einem ineffizienten System nur das effiziente System Gewinn macht. Die Parole „Wandel durch Handel“, wie sie die SPD im Zuge der Neuen Ostpolitik verträumt ausgegeben hatte, funktionierte – aber sie funktionierte anders als gedacht. Der Osten war nicht in der Lage Gewinn daraus zu ziehen. Gewinn machte nur der Westen. Genau das gönne ich jetzt auch Siemens und Nokia.… Read more »
Andrej
Gast
Andrej
7 Jahre 2 Monate her

@Crackerjack:
Die einem laufen zu Mutti, die anderen folgem dem Mufti. Die Palästinenser anno 48 dem falschen, nämlich diesem Mufti:
Haj Amin Husseini, Mufti von Jerusalem, hier im Bild ).
Den Palästinensern ginge es heute besser, wenn Sie sich zu solchen Schauergestalten einfach mal etwas mehr kritische Distanz bewahrt hätten.

Crackerjack
Gast
Crackerjack
7 Jahre 2 Monate her

@ Der Klaus

Talk is Cheap…Über andere Leute Land und Haüser laßt sich trefflich Philosophieren. Der Klaus möchte ich erleben der sein Haus samt Grundstück hergibt weil irgendwelche Leute aus Brooklyn der Meinung sind ihre Vorfahren hätten da vor 2000 Jahren gelebt. Da pack Der Klaus dann seine sieben Sachen und zieht wieder zu Mutti nehme ich an?

Der Klaus
Gast
Der Klaus
7 Jahre 2 Monate her
Überall wird hin und her vertrieben, eingenommen und verloren. So ist der lauf der Geschichte. Staaten verschwinden, kommen, gehen, werden grösser und kleiner. Deutsche kennen das alles bis ins detail. Nur die „Palästinenser“ können anscheinend nirgendwo anders leben als ausgerechnet da wo sie vor 60 Jahren mal gelebt haben und alles was jetzt da ist muss weg. Also vertreiben, was dann plötzlich wieder in ordnung ist. Und die die da die letzten 60 Jahre gelebt haben sind dann zu recht vertrieben!? Hä, wie meinen? Man sieht, es wird ganz schön kompliziert wen der linke Gutmensch die Welt erklärt. So wie… Read more »
Crackerjack
Gast
Crackerjack
7 Jahre 2 Monate her

Talk is Cheap. Intervenieren heißt Verantwortung übernehmen. Was dabei ‚rumkommt sehen wir in Afghanistan, Iraq oder Kosovo. Weder die USA noch Europa und schon gar nicht Detschland sind in der Lage oder willens die Verantwortung für 80 Millionen Perser zu übernehmen. Deshalb ist Merkels position folgerichtig und ehrlich.

perser
Gast
perser
7 Jahre 2 Monate her
Ich stimme dir in allen Punkten zu. Dieses Problem betrifft nicht nur Iran, nicht nur Asien, sondern die ganze Welt. Man müsste dieses Problem lösen, jedoch sollte nicht nur Deutschland sondern die EU sich gedanken machen, was sie auch tun. Das Entscheidene Problem ist, dass durch falsche Entscheidungen ein Atomkrieg oder gar Atomweltkrieg ausbrechen könnte. Darüber spricht zwar niemand öffentlich aber das ist der entscheidene punkt. Deshalb kann man die Entscheidung der deutschen Regierung nur gut verstehen. Da ich iranischer Abstammung bin und sehr viel Kontakt habe mit den Leuten dort, kann man eins sagen zwar nicht die ganze aber… Read more »
nasrin amirsedghi
Gast
7 Jahre 2 Monate her
Treffender könnte es nicht sein, wenn Heinz Nußbaumer 1980 in einer deutschen Zeitung über den Rückflug Khomeinis titelte: „In 12.000 Meter Höhe fliegt der fromme Greis fast so schnell wie der Schall zurück ins Mittelalter.“ Seit dreißig Jahren ist Iran ein Gottesstaat, ein Volksgefängnis unter den Mullahfaschisten im 21. Jahrhundert. Seitdem garantiert die Verfassung die unwiderrufliche Herrschaft der Mullahs. Das wird mit religiösen Gesetzen (Scharia), der absoluten Herrschaft der Rechtsgelehrten (Welaiat-e Faghih) und dem Koran begründet. Alle aussortierten Präsidentschaftskandidaten (sowohl die früheren wie Rafsandjani oder Khatami und die jetzigen wie Ahamdinedjad, Rezai Karrobi und Mussawi) haben im Wesentlichen etwa die… Read more »
Andrej
Gast
Andrej
7 Jahre 2 Monate her

@glueckspilz
Wie IHR Ansatz aussehen würde, das kann ich mir lebhaft vorstellen:
Den armen Berufsvertriebenen der 3. oder 4. Generation endlich beibringen, wie man richtige Raketen baut, damit sie, statt „nur“ langweilig auf der Strasse aufzuschlagen, lieber mal ein vollbesetztes Einkaufszentrum treffen! Und wenn ich Ihre Affinität zu Pilzen sehe, ahne ich auch, womit Sie den Sprengkopf gern gefüllt sehen würden.
Nach dem Lesen Ihres Beitrags bin ich allerdings -Gottseidank!- sicher, dass Ihnen für beides die intellektuellen Voraussetzungen fehlen. Aber völlig!
Frei nach Shania Twain:
Okay, so you’re NOT a rocket scientist
That don’t impress me much!

glueckspilz
Gast
glueckspilz
7 Jahre 2 Monate her

Die tolle Perspektive für den Nahen Osten hatten wir doch schon mal.
Oder ? Das Land , welches damals den blühenden Landschaften im Wege stand, fing auch mit Ir… an. Mir fällt allerdings noch ein anderes Land ein, welches permanent Unrecht verübt (unsanktioniert), die ursprünglichen Einwohner der von ihm besetzten Gebiete auf einem winzigen Fleck Land zusammenpfercht, bei Gelegenheit mit Panzern durch dieses Fleckchen (so groß wie Sylt) rolltt, dabei Frauen und Kinder massakriert, wenn dann mal ne rostige Rakete Marke ,Sylvester Eigenbau‘ auf ’ne Straße fällt, sofort neue Mauern errichtet. Vielleicht sollte man dort mal ansetzen?

ahs
Gast
7 Jahre 2 Monate her

So ist das eben…läßt man sich mit Diktatoren ein, verkauft man ein paar Waffen, Abhör- und Kontrolltechnologie, ein bisschen Maschinenbau…

Wird das Land eine Demokratie und blüht auf, wird es zum Absatzmarkt für Konsumprodukte, Computer, Handys, Autos. Millionenfach.

Aber die erste Form der Aufträge ist sicherer und manchmal auch konkurrenzlos – im Gegensatz zur zweiten Form.

Sehr bitter!

Skandalos
Gast
Skandalos
7 Jahre 2 Monate her

Der Westen läßt nicht nur eine einmalige Gelegenheit verstreichen, er nutzt sie sogar dazu, einen fatalen Gesichtsverlust zu erleiden.

Hier wird doch vor allem dies deutlich: Achmedinedschad wurde von den derzeit Regierenden nie wirklich ernst genommen. Hier gesellt sich die traumtänzerische Selbstüberschätzung der Europäer zur traumtänzerischen Selbstüberschätzung der amerikanischen Liberals.

lerenard
Gast
lerenard
7 Jahre 2 Monate her

selbst das Argument mit den Handelsbeziehungen ist fragwürdig: aus rein kommerzieller Sicht denke ich, daß Deutschland sogar weit größere Geschäfte mit Persien machen könnte, weil das Land nach einem Sturz der Mullahs wirtschaftlich erst richtig aufblühen könnte.

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