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Angst vor Israel: Mullahs sagen Luftschau ab

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Der 18. April hätte ein schöner Tag werden können. Dann mischten sich die Russen ein. Am Vortag warnte Moskau die Machthaber in Teheran [4] vor einem geplanten Angriff Israels auf die iranische Luftwaffe. 140 Bomber waren auf dem Mehr-Abad Luftwaffenstützpunkt konzentriert, um am Folgetag anlässlich des „Tags der Armee“ an einer Luftschau teilzunehmen. Die Flieger wurden nach Eingang der Warnung sofort auf entfernt liegende Stützpunkte verlegt. In der ersten Aprilwoche hatten die Iraner für den 18.04.2009 die größte Luftschau aller Zeiten angekündigt [5]. Man wollte der Welt demonstrieren, dass man in der Lage ist, einen israelischen Angriff auf die Produktionsstätten für die Nuklearwaffen abzuwehren. Statt 140 nahmen lediglich vier Bomber an der Parade teil. Als Grund gaben die iranischen Medien schlechtes Wetter und schlechte Sicht an. In Teheran herrschte warmes und sonniges Wetter.

Moskau hatte die Iraner darüber informiert, dass seine Spionage-Satelliten und Geheimdienstquellen Vorbereitungen der israelischen Luftwaffe festgestellt hätten, das Gros der iranischen Luftwaffe am abend vor der Luftschau auf einen Schlag zu zerstören. Es wäre nicht der erste vergleichbar geniale Militärschlag der Israelis gewesen. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 zerstörte die IAF bereits in den ersten Stunden des Konflikts mit der “Operation Focus [6]” fast die gesamte ägyptische Luftwaffe und stellte damit die Weichen für den Sieg. Ein frühes Beispiel für die Segnungen des pre-emptive strikes !

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2009

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