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Netanjahu unter Mordverdacht

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Es ist ein Kreuz mit den „Nahost-Experten“ [3] im staatsnahen Rundfunk. Kaum eine Sendung zum Thema, bei der man sich nicht dem senilen Raunen der Kassandra Scholl-Latour ausgesetzt sieht oder – noch schlimmer – dem bodenlosen Unsinn des Lobbyisten [4] Michael Lüders, der sich nicht dafür schämt, die schmutzige Propagandaarbeit [5]der Mullahs zu erledigen.

Heute morgen ging es im „Deutschlandfunk“ zur Sache. Im „Kalenderblatt“ [6] befasste sich Peter Philipp [7] mit dem 20jährigen „Jubiläum“ des israelisch-palästinensischen Friedensabkommens. Philipp präsentiert sich auf seiner Website als unkonventioneller Denker ( „Wo alle dasselbe denken, da wird wenig gedacht”, Heiner Geißler).

Philipps Überlegungen, denen man eine gewisse Sympathie für den Terroristen Arafat nicht absprechen kann, gipfeln in der These, israelische Nationalisten hätten die Friedensbemühungen „torpediert“. Dass die Hauptverantwortung für Mord und Terror nicht bei Arafat lag, gehört zur Folklore der „Nahost-Experten“. Philipp, ganz im Sinne des von ihm zitierten Geisslers, legt dann aber noch eine Schippe drauf:

„Viele Israelis teilten die Euphorie nicht. Die nationalistische Opposition unter dem heutigen Regierungschef Netanjahu eröffnete eine breite Kampagne gegen Rabin und Peres, die zwei Jahre später in der Ermordung Rabins durch einen fanatischen Siedler gipfelte.“

Ob sich der Deutschlandfunk für diese unglaubliche Entgleisung entschuldigt, bleibt abzuwarten. Immerhin darf man bei dem Autor, der mir bis heute morgen glücklicherweise unbekannt war, wohl grundsätzlich mit derart beschämenden Texten rechnen. Jan-Philipp Hein hat sich schon 2008 mit ihm befasst [8] und ein kurzes googlen fördert ressentimentgesättigte Phrasen [9] über die Fernsteuerung der amerikanischen Politik durch das internationale Judentum wie diese ans Tageslicht: „Bush muss demonstrieren, dass amerikanische Politik in Washington gemacht wird und nicht in Jerusalem.“

Demokratieabgabe bei der Arbeit!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2013

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