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Steinmeier nimmt Kampf gegen IS-Terroristen auf

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Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), ein ebenso andauernd wie folgenlos die Krisenherde dieser Welt bereisender Dampfplauderer [3], hat es jetzt in den Irak getrieben. Dort erklärte [4] der weisshaarige Stammesälteste mit diplomatisch vollendetem Zynismus und souverän simulierter Betroffenheitsmiene:

“Seit Wochen müssen wir mitansehen, wie die ISIS-Mordbanden unzählige unschuldige Menschen vertreiben und ermorden.”

Wieso „müssen“ wir dem Massenmord, dem drohenden Genozid zuschauen? Die Kurden drängen mit Nachdruck auf moderne Schnellfeuergewehre wie das deutsche G36 und panzerbrechende Waffen. Die windelweiche Einlassung von Steinmeier: Man wolle nun über Ausrüstungslücken der Kurden-Armee “im Gespräch” [5] bleiben. Jede EU-Nation könne ja selbst entscheiden, welche Unterstützung sie leisten wolle. Es sei ihm aber wichtig, so betont er in Bagdad und Erbil, ein Signal der Solidarität und der Unterstützung mit den Irakerinnen und Irakern zu geben.

Er würgt seine Floskeln immer schön gendergerecht heraus. Das muss man Frank-Walter lassen.

Es ist nicht nur inakzeptabel, wie hier für das Geltungsbedürfnis eines Politikers Steuergelder zum Fenster hinaus geworfen werden. Es ist widerlich, wie dieser Schwätzer zu einem PR-Termin nach Erbil fliegt, vor laufenden Kameras mit traumatisierten Flüchtlingen spricht, um ihre Schicksale für seine Beliebtheitswerte zu instrumentalisieren und die einzigen, die Kurden, die gegen die Islamofaschisten zu kämpfen bereit und in der Lage sind, verrecken lässt.

Ein neuer Tiefpunkt der an Tiefpunkten reichen deutschen Aussenpolitik. Und es gab tatsächlich einmal Menschen, die sich über Guido Westerwelle aufgeregt haben.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2014

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