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Steinmeier schüttelt Henker die Hand

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Die Republik überschlägt sich wegen eines “Pegida-Galgens” aus Pappe, den ein wildgewordener Werkzeughändler aus Dresden hoch hielt. Zur gleichen Zeit schüttelt Bundesaussenminister Steinmeier einem mit internationalem Haftbefehl gesuchten Terroristen die Hand. In einem Land, in dem es echte Galgen gibt. In einem Land, das Homosexuelle an – deutschen – Kränen aufhängt.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sieht angesichts der islamfeindlichen Protestbewegung Pegida das Ansehen Deutschlands in der Welt beschädigt. “Bei uns wird unterschätzt, welchen Schaden die fremdenfeindlichen und rassistischen Sprüche und Plakate der Pegida schon jetzt angerichtet haben”, sagte der SPD-Politiker am Anfang des Jahres der “Bild am Sonntag”.

Steinmeier und Rafsandschani in Teheran [3]

Steinmeier und Rafsandschani in Teheran

Am 18.10.2015 schüttelt der grösste lebende Dampfplauderer einem mit internationalem Haftbefehl gesuchten Terroristen, Ali Hashemi Rafsanjani*, in Teheran grinsend und anbiedernd die Hände. Und anstatt zu versuchen, dieses Unwohlsein verursachende Anbiedern zu vertuschen oder zu verschleiern, wird das Foto auch noch bei twitter [4] gepostet. Und Steinmeier taggt seinen Kumpel auch noch. Man kann sich fragen, was widerwärtiger ist: Der Galgen bei Pegida, den irgendein wildgewordener Werkzeughändler hoch hielt oder die Unterwerfungsgeste eines der höchsten Politiker unseres Landes.

Und übrigens, Steinmeier: In Teheran gibt es richtige Galgen [5] und an denen baumeln richtige Menschen. Homosexuelle meisst.

Ich sehe das „Ansehen Deutschlands in der Welt beschädigt“, solange eine solche Kariktaur eines Außenminister auf unserem Planeten herumgeistert.

Die Frage, wo dieser Vorfall medial erwähnt wurde, stellt sich nicht mehr.

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*Am 9. November 2006 erließ Argentinien einen internationalen Haftbefehl gegen Rafsandjani, da er nach Ermittlungen der Staatsanwälte für das Attentat vom 18. Juli 1994 auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires verantwortlich sein soll. Bei dem Bombenanschlag kamen 85 Menschen ums Leben und mehr als 300 wurden verletzt.

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