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Proktologie heute: Uschi auf dem Kriegspfad

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Ich bin der Erste, der die Einschätzung von US-General James Mattis unterschreibt, wonach es für Terroristen nur einen Pensionsplan gibt. Und es ist eindeutig, dass es sich beim Islamischen Staat (IS), der beides ist, nämlich islamisch und ein Staat [3], um einen sehr ernst zu nehmenden Gegner handelt. Ein Gegner, der schwierig, und ohne Bodentruppen gar nicht zu besiegen sein wird. Für die Großzahl der syrischen Flüchtlinge ist der IS allerdings nicht verantwortlich, sondern der syrische Diktator und Verbündete Russlands und der iranischen Mullahs, al-Assad. Ein Massenmörder, ein Kriegsverbrecher, ein Ungeheuer, das Giftgas und Streubomben gegen die eigene Bevölkerung einsetzt. 250.000 Opfer [4], überwiegend Zivilisten, hat der seit knapp fünf Jahren andauernde Bürgerkrieg in Syrien gekostet. All das ist bekannt und der Verteidigungsministerin von der Leyen natürlich erst recht.

“Um diese Mörderbande zu stoppen, dieses brutale Töten und das Schinden der Menschen in dieser Region zu beenden, braucht es militärische Mittel”, sagte die Verteidigungsministerin in der ARD über das Vorgehen gegen den IS. Es hat den Anschein, als hätte diese Erkenntnis relativ lange gebraucht, bis sie im Bewußtsein der Verteidigungsministerin Niederschlag fand. Das „brutale Töten und Schinden“ ist doch keineswegs neu.

Der Unterschied vom IS zu Assad besteht lediglich darin, dass Assad das Blut von weitaus mehr Opfern an seinen Händen hat.

In der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ [5] am Sonntag erklärte Frau von der Leyen dann:

“Aber es gibt Teile der Truppen in Syrien, die man sehr wohl – wie in dem Beispiel Irak, wo ja erfolgreich die Ausbildung der lokalen Truppen stattgefunden hat – hier auch nehmen kann.”

Hierzu zwei Anmerkungen:

1. Ich neige zu der Einschätzung, den Amerikanern in militärischen Dingen geringfügig mehr Sachkunde zuzutrauen als Frau von der Leyen. Das gilt nicht in Sachen Einrichtung von Kinderkrippen bei der Armee. Aber wer die gescheiterten [6] Bemühungen der USA kennt, eine Assad und/oder IS bekämpfende Truppe aufzustellen, wird mit Verwunderung die Einschätzung unserer Verteidigungsministerin hören, man könne „Teile der Truppen in Syrien….nehmen“.

Von der Leyen hat keinen blassen Schimmer, wovon sie redet.

2. Die Art und Weise, wie sie in „Berlin direkt“, ebenso leutselig wie kaltschnäuzig, vorgeschlagen hat, die Bundeswehr solle gemeinsam mit den Truppen eines Massenmörders und Kriegsverbrechers kämpfen, zeigt, wo ihr moralischer Kompass steckt. So tief im Arsch, dass dort auch der weltbeste Proktologe nicht mehr heran kommt.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2015

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