Bankenaufsicht nach Art des Hauses Olaf Scholz

Olaf Scholz’ BaFin hat in der Zeitung gelesen, dass ein von ihr beaufsichtigtes Institut wohl pleite ist. Jahrelang hat sie tatenlos zugesehen, wie Einlagen in Milliardenhöhe in Klumpenrisiken geflossen sind. Nun haben die Blitzmerker den Laden geschlossen. Die Konkurrenz in Deutschland hat im Umlageverfahren des Sicherungsfonds die Ehre, die Rechnung dafür zu bezahlen. Gut ist die BaFin lediglich darin, jedes Institut und jedes börsennotierte Unternehmen in weitgehend sinnfreier Bürokratie zu ertränken. Das ist ihre Alibitätigkeit für ihr Totalversagen im Kernbereich: Von 200 Mrd. Euro Verlusten der Landesbanken in Subprime-Hypotheken, 30 Milliarden in Griechenland-Krediten, jahrelangen Ponzi-Betrügereien bei Phoenix Kapitaldienst bis Wirecard und Greensill-Bank. Reagiert hat sie immer erst, nachdem die offensichtliche Pleite in der Zeitung stand. Juristisch ist es aus Sicht der Aufsicht jedesmal ein völlig korrekt abgelaufener wirtschaftlicher Totalschaden, den man so ja nicht hätte kommen sehen können.

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Kommentare

  1. Sehr treffend, Herr Kollege,
    bitte vergessen Sie nicht zur Abrundung
    -das Trading in der Marktaufsichtsabteilung,
    – die vehemente Abwehr jeglicher Transparenzansinnen von Bürgern und Journalisten bis hinauf zum EuGH und wieder zurück zum VGH Kassel sowie
    -die Strafanzeige gegen einen der wenigen Journalisten, der gegenüber der BaFin seine Arbeit gemacht hat.
    Mit freundlichen kollegialen Grüssen, Partsch (Berlin)