Zum Euro – Ein System kollabiert

Der Entwurf für einen Vertrag zur Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), über den das Kabinett heute berät, ist öffentlich. Der Vertrag stellt ein Ermächtigungsgesetz zur faktischen Abschaffung weitreichender und grundlegender demokratischer Befugnisse der Euro-Länder dar, diesmal ein wenig subtiler eingefädelt und formuliert, als es im Falle des europäischen Verfassungsentwurfes des früheren französischen Präsidenten Giscard d’Estaing oder beim Vertrag von Lissabon der Fall war. Die Einrichtung (Politiker bevorzugen den Begriff „Fazilität“)  soll  auch als Bank agieren dürfen und mit hinterlegten Titeln dann auch von der EZB Geld leihen können. In Wahrheit ist das natürlich nichts anderes als die Umgehung des Staatsfinanzierungsverbots aus der Notenpresse. Augenscheinlich wurde dies nur noch nicht erkannt.

Der Euro wird endgültig ein Macht-, Herrschafts-, Umverteilungs- und Enteignungsinstrument.

Die als „Garantien“ getarnten illegalen Transferleistungen (Art. 125 EU-Verfassung) an andere Staaten gehen zu Lasten des Gestaltungsspielraums der BRD und betreffen Ausgabenoptionen inklusive der Grundversorgungsaufgaben für Schulen, Infrastruktur, Soziales, Verteidigung unmittelbar. Erfolgreichen Nationen werden die Früchte ihrer Arbeit abgenommen und planwirtschaftlich in weniger leistungsfähige oder im faktischen Konkurs befindliche Länder umverteilt.

Dass in den sich schon jetzt wie Protektorate Brüssels gerierenden Ländern wie Griechenland und Irland durch die Geldschwemme Besserungen  eintreten könnten, kann ausgeschlossen werden. Alle Anzeichen deuten auf das Gegenteil hin. Die Zahlungen/Garantien sind unwiderruflich verloren. Für die Bundesrepublik bedeutet dies Lasten, die fast die Höhe eines zweiten Bundeshaushaltes erreichen und in Kürze durchgreifende Auswirkungen auf die Bonität mit entsprechenden  Folgen für die Zinslast haben werden.

Der ESM begründet wesentliche Einschränkungen unserer staatlichen Souveränität, die Budgethoheit des Parlaments ist beendet.

1. Das Grundkapital des ESM beträgt € 700.000.000.000,00 (Art. 8 Abs. 1). Nach Abs. 4. verpflichten sich die ESM-Mitglieder sich bedingungslos und unwiderruflich, ihre Einlage auf das Grundkapital zu leisten. Dem Wortlaut nach sind damit auch zukünftige Regierungen gebunden.

2. Nach Art. 10 Abs. 1 kann der „Gouverneursrat“ (man kann dies mit Zentralkomittee oder Oberstem Sowjet übersetzen) Änderungen des Grundkapitals beschliessen. Was nichts anderes heisst, als das über die € 700.000.000.000,00 hinaus „bedingungslos und unwiderruflich“ weitere Einlagen zu leisten wären, fiele ein solcher Beschluss. Die Frage, ob, wenn Erhöhungen zulässig sind, diese auch erfolgen werden, ist rein rhetorisch.

3. Damit nicht genug. Über das bereits enorme Grundkapital hinaus und über die weitere Möglichkeit, mit einfacher Mehrheit dessen Aufstockung zu beschliessen, ist der ESM gem. Art. 17 Abs. 1 ermächtigt, zur Erfüllung seiner Aufgaben auf den Kapitalmärkten Kredite von Banken, Finanzinstituten oder sonstigen Personen oder Einrichtungen aufzunehmen. Eine parlamentarische Kontrolle ist nicht vorgesehen. Denn die Modalitäten der Kreditaufnahmen werden lediglich vom Geschäftsführenden Direktor im Einklang mit den die Einzelheiten regelnden, vom Direktorium zu verabschiedenden Leitlinien bestimmt (Abs. 2).

4. Dass alles mit rechten Dingen zugeht, gewährleistet Art. 25 („Externe Rechnungsprüfung“). „Die Prüfung der Rechnungsführung des ESM erfolgt durch unabhängige externe Prüfer, die vom Gouverneursrat bestätigt werden.“ Eine gelungene Garantie für Unabhängigkeit, wenn der zu Prüfende ich seinen Prüfer selber aussuchen darf.

5. Durch die Immunitätsregeln (Art. 27 und 30) sind das Konstrukt ESM und dessen Organe jeglicher gerichtlicher und parlamentarischer Kontrolle vollständig entzogen.

„Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögenswerte genießen unabhängig von ihrem Standort und Besitzer umfassende gerichtliche Immunität“.

„Das Eigentum, die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind unabhängig davon, wo und in wessen Besitz sie sich befinden, von Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckung durch Regierungshandeln oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzesweg befreit.“

„Die Archive des ESM und alle ihm gehörenden oder in seinem Besitz befindlichen
Dokumente im Allgemeinen sind unverletzlich.“

„Die Räumlichkeiten des ESM sind unverletzlich.“

„Die Gouverneursratsmitglieder, stellvertretenden Gouverneursratsmitglieder, Direktoren, stellvertretenden Direktoren, der Geschäftsführende Direktor und das Personal genießen Immunität von der Gerichtsbarkeit hinsichtlich der in ihrer amtlichen Eigenschaft vorgenommenen Handlungen und Unverletzlichkeit in Bezug auf ihre amtlichen Schriftstücke…“.

Der ESM ist ein grob verfassungswidriges Konstrukt, das auf die Abschaffung grosser Teile unserer verfassungsmäßigen Ordnung und unserer freiheitlichen parlamentarischen Demokratie gerichtet ist. So muss es wohl auch sein, wenn denn die Einführung von quasi-planwirtschaftlichen Vorgaben (siehe Ziffer 3 der Präambel) eines der Kernziele des Vertrages ist:

„Die strenge Einhaltung des Rahmenwerks der Europäischen Union, der integrierten
makroökonomischen Überwachung, insbesondere des Stabilitäts- und Wachstumspaktes….“

Der Gesetzentwurf spricht die Sprache der Panik, der Angst. Die Handelnden sind von jeglicher parlamentarischer Kontrolle befreit und verfügen über Hoheits- und Regierungsrechte gegenüber Nationalstaaten. Ihnen fehlt jede demokratische Legitimation. Sie werden auch nicht mehr nach ihrer Verantwortung gefragt. Sie können allenfalls abberufen werden, sind aber ansonsten gegenüber jeglicher Inanspruchnahme vollständig immun. Hier liegt ein Regelwerk vor, dem jegliche Moralität fehlt. Das im Kern anti-demokratisch ist. Der ESM würde eine Geheim-Loge, die über die Köpfe der europäischen Bevölkerungen hinweg nahezu unkontrolliert agieren und mittelbar (durch Inflationierung oder Besteuerung zur Finanzierung der Transfers) über die Privatvermögen verfügen kann, wenn die Parlamente im Wege kollektiven, europaweiten Verfassungsbruchs dieses Konstrukt zum Leben erwecken. Dieser Vertrag gehört in die Reihe der Ermächtigungsgesetze der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts, die ebenfalls verfassungswidrige aussergewöhnliche Vollmachten aufgrund von angeblichen Krisensituationen gewährt haben.

Die Regierung und die Regierungskoalition versagen in dieser Krise vollständig. Die Opposition verlangt gar noch schnelleres Agieren. Dass das Bundesverfassungsgericht mit dem für den 7. September avisierten Urteil die Verfassungswidrigkeit des Euro-Rettungsschirmes feststellen wird, glauben nur unverbesserliche Optimisten. Ein weiteres Beispiel für das Versagen der letzten nationalen juristischen Instanz in Hinblick auf die EU.

Der Euro in seiner jetzigen Gestalt hat keine Überlebenschance. Offen ist allein, ob das Konstrukt durch Austritt von unrettbar verschuldeten Ländern wie Griechenland oder durch Austritt von Zahlmeistern wie der Bundesrepublik sein Gesicht ändert. Offen ist weiter, ob diese Schritte durch gesellschaftliche Unruhen oder den bei Etablierung des ESM mittelfristig unvermeidbaren Staatsbankrott Deutschlands erzwungen werden. Sicher ist nur, dass der Euro, wie wir ihn kennen, tot ist. Requiescat in pace!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2011

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Kommentare

  1. susi bibelmaus

    Jetzt also im vierten Akt… hat der Regisseur einen Schauspieler, aus der Reihe der EZB-Darsteller für die groben Sachen, einen ganz vorn zum Bühnenrand geschickt, der Publikumsnah seinen Text zur gefesselten Menge im Theatersaal monologisieren soll: „Mehr Kontrolle über dem Kapitalfluss“ quietscht es aus ihm heraus. Das war der einzige Satz den er zu sagen hatte, und auch durfte, zu mehr darstellerischer Leistung war er nicht vorgesehen. Hoffentlich hatte das Publikum wenigstens seine korrekt sitzende Kleidung aus dem Requisitenfundus bemerkt, und hoffentlich hatte er den anspruchsvollen Text auch wirklich mit Zuhilfenahme aussageunterstützender Bewegungen synchron untermalt? Diese Fragen beschäftigen den Darsteller dann doch schon, auch wenn es nur ein Satz war… der musste aber sitzen! Das soll doch seine Eintrittskarte für weitere Engagements sein! In der Theaterkantine treffen sich die Darsteller zwischen den Parts bei den Bühnenumbauten zu einem Glass Tee und fachsimpeln über ihre Ansprüchlichkeiten, ihre mehr oder weniger wertvollen Requisiten… und selbstverständlich auch über ihre Gagen. Ansonsten warten sie auf die Klingel und weitere Einsätze… auf den Brettern, welche die Welt bedeuten.
    .
    „Mehr Kontrolle über den Kapitalfluss“. Das ist der dann also der Satz, der entscheidende Hotspot, die dramaturgische Aussage im Bühnenmovie des großen Saals…die dem weiteren Verlauf den entscheidenden Wendepunkt zu geben hat um den Zuschauer bei Laune zu halten, dem Stück synchrone Ebenen einzuhauchen und atmosphärische Dichte vorzutäuschen. Der Zuschauer klatscht wie besessen, ist er doch von der darstellerischen Leistung und dem Monolog des völlig allein nach vorn gestellten Schauspielers wie gefangen. Hin und wieder werden solche Hotspots eingebaut um die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Hauptfigur abzulenken und dem Zuschauer multiple Handlungsrahmen an die Hand zu geben. Nicht immer ist der Mörder der Gärtner, manchmal war es auch schon der Chauffeur. Wen schon zu Beginn des Schauspiels die Rollen klar verteilt wären, wer würde da mehrere Parts und Pausen wegen der Bühnenumbauten bis zum Finale im Theaterfoyer ausharren? Also sind solche Wendepunkte im Movie immer eine willkommende Abwechslung und bringen unerwartete Wendepunkte ins geschehen. So dann auch hier.
    .
    Den weiteren Verlauf des fünften und sechsten Parts aber ahnen wir dann doch schon voraus. Nach „Mehr Kontrolle über den Kapitalfluss“ kommt demnächst mit Sicherheit der Hauptdarsteller und gibt sich als „Der Kontrolleur über den Kaptalfluss“ zu erkennen! Weitere Nebendarsteller stehen schon bereit um den Aussagen des Stars, mit und ohne geheime Handzeichen vor dem Oberkörper, bestätigend Nachdruck zu verleihen. Das wäre nach dem vorherigen Monolog des EZB-Darstellers aus dem vierten Part nur allzu schlüssig…denkt sich der Zuschauer im Saal.
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    Und wirklich, ganz hinten, auf dem Veranstaltungsflyer im Kleingedruckten, steht es dann auch, die verkürzte Zusammenfassung des Movies. Der Hauptdarsteller ist der Mörder! Wussten wir es doch! Das Publikum lässt sich nicht täuschen, dazu ist es zu versiert und Bühnenerfahren.
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    .
    susi

  2. Unterstützer

    Sauerländer schreibt am 24. September 2011 um 12:51

    Was ich nie verstehe, in den Kommentaren, in der Kneipe, haben alle große Klappe, stellen fest, das sie von der Politmafia 24-stündig beschissen werden, aber wer wählt denn diese Scheiße alle Jahre zusammen.

    Hallo Sauerländer – Deinen Text unterschreibe ich 1000%ig. In meinem gesamten Bekanntenkreis wird rumgemeckert, aber ändern tut sich nach Wahlen grad gar nix. Ob CDU oder SPD mal gewinnen ist doch irrelevant.

  3. Gutartiges Geschwulst

    WANDERERS NACHTLIED
    Frei nach Johann Wolfgang von Goethe

    Über allen Gipfeln ist Ruh´.
    Im Tal krepiert leis´ die geliebte EU.
    Vernehmlich sind noch Politik und Presse,
    planlos wie stets, doch mit großer Fresse;
    von Kompetenz indessen, kaum einen Hauch.
    Geduldet euch, Leute! Balde ruhen sie auch.

  4. Sauerländer

    Was ich nie verstehe, in den Kommentaren, in der Kneipe, haben alle große Klappe, stellen fest, das sie von der Politmafia 24-stündig beschissen werden, aber wer wählt denn diese Scheiße alle Jahre zusammen?

  5. Michael Bender 70372

    Ein Aufruf an JS,

    also machen wir uns nichts vor, in Berlin brennt der Baum, der Wahlakampf in den USA zieht an(ich kann es gar nicht abwarten das Perry antritt),und weiss der Geier was noch so los ist in der Welt, und von Ihnen hört man wieder mal – nichts – .

    Mensch Sie werden doch mal wieder was raushauen können !

    Manchmal habe ich den Eindruck Sie melden sich nur zu Wort wenn aus Ihrer Sicht alles gut läuft. Wie der alte Markwort vom Focus.

    Um den „Anonited One“(Hannity) zu zitieren :

    „Show me what you got!“

    Mike Bender
    Wildunger str. 23
    70372 Stuttgart

  6. Michael Bender 70372

    Also eins Vorweg, vom Euro habe ich gar keine Ahnung, aber gebe dennoch mein Senf dazu. JS hat ja auch nicht von allem wirklich eine Ahnung.

    Inzwischen sage ich auch, Griechenland soll Pleite gehen, irgendjemand sagte die haben das BSP von Hessen. Werden wir auch noch wegstecken. Die Frage ist doch was kommt danach, meiner Ansicht nach ein Kerneuropa, Frankreich Wir Benelux und Skandinavien, von mir aus noch Spanien und Portugal, und der Rest kann gleich wieder rausfliegen. wenn es stimmt was Spiegel TV berichtet hat, das Rumänen sich hier selbstständig machen nur um die Unterstützung zu erhalten, ist das zwar ökonomisch rational hat aber mit dem „Geist“ von Europa nicht mehr zu tuen.

    Ich habe kein Problem damit, wenn das Kerneuropa sagt, das wars wir ziehen unser Ding alleine durch, der Rest kann uns gestohlen bleiben. Eine Tatsache zum Schluss. Frankreich ist das Land in das wir das meiste exportieren, was juckt mich Bulgarien.

    Aber ganz klar ist auch diese Regierung ist am Ende, es müssen Neuwahlen stattfinden, damit der Souverän entscheiden kann wie es mit dem Euro weitergeht, da sollte die Verfassung jetzt mal langsam geändert werden, so dass snap elections stattfinden können.
    Man kann über Schröder sagen was mann will, aber der hätte die FDP schon längst rausgeworfen, wie damals Schmidt, und gesagt,der Bürger soll entscheiden. Ich weiss es gibt viele die hier Posten die mit Sicherheit in 2005,nach dem Auftritt vom Schröder in der Elefantenrunde gesagt haben, der ist ja krank, aber machen wir uns nix vor, der hätte gesagt : „it’s my way or the highway“

    So, jetzt trinke ich noch ein Ouzo.

    Ciao

  7. susi bibelmaus

    Nun also auch noch ein Gipfel in Polen, neue Hoffnung aus Österreich und menschenrechtlich grüßende Signale aus Fernost. Auch nach dem Gipfel in Polen werden im Anschluss daran farbige Gruppenfotos der Teilnehmer die Nachrichtensendungen bereichern. Und wer aufmerksam hinsieht entdeckt bestimmt auch wieder jenen schönen Augenblick, jene wunderschöne Geste: Ja, richtig, …den Merkelizer! Und da die Welt so groß und die Probleme so viele sind, mittendrin eine kleine Gruppe gelbfarbig liebender Menschen und… ein junger Bursche der das Gelb am liebsten hat. Zur Erinnerung, es gab auch schon mal einen etwas ältere Burschen der das Gelb aber achtzehn Mal so lieb hatte wie der jetzige.
    .
    Bei diesen Neuigkeiten werden Sie sich wieder einmal fragen, warum die jetzigen Gelder und Sparmaßnahmen denn immer noch nicht ausreichen um „die Märkte zu beruhigen“ wie es so schön heißt? Ich möchte Sie hierzu auf neue Gedanken bringen.
    .
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    Wenn Sie auf das Haus Ihres Nachbarn ein Auge geworfen hätten und die Grundstücksgrenzen des Nachbarn zu ihren Gunsten verändern wollten, wie würden Sie vorgehen?
    Mit Pauken und Trompeten die Zäune einreißen oder Zug um Zug die Zaunpfähle versetzen und den Gürtel um des Nachbarn schönem Haus über einige Jahre hinweg in Millimeterarbeit Stück für Stück enger schnallen? Wenn würde der Nachbar den ersten Versatz der Zäune bemerken? Wann würde der Nachbar beginnen sich eingeengt zu fühlen? Bei zehn cm oder erst bei einem Meter oder gar erst, wenn der Zaun schon am Haus ist?
    .
    Wie auch immer, Sie sind im Vorteil und verweisen beim ersten Aufkommen eines Einwandes Ihres Nachbarn auf unvorhersehbare Bodenbewegungen, auf nicht beeinflussbare Veränderungen der Bodenbeschaffenheit oder bringen mit herausragender Sprachkunst den in diesen Jahrzehnten ja um einige Jahre gealterten Nachbarn dazu, dass das Wahrnehmen seiner gefühlten Einengung des komischer Weise immer näher kommenden Zaunes unter Umständen ja auch mal was mit seiner gesundheitlichen Veränderung des Älterwerdens zu tun haben könnte! Doch der Verdacht bleibt, hält sich hartnäckig, der Zaun kommt näher, steht nicht mehr dort wo er war, komisch ist das schon.
    .
    Und bei uns? Wann ist Ihnen zum letzten Mal etwas „komisch“ vorgekommen?
    Sehen Sie es so, wie es ist. Um für eine globale Kontrolle, denn sie ist das Ziel und wurde zurückliegend in öffentlichen Statement hoher Regierungschefs schon öfters angekündigt, den nötigen Druck auszuüben, reichen die jetzigen Sparmaßnahmen in Griechenland- Spanien oder Italien bei Weitem noch nicht aus. Um den Druck zu erhöhen, die Dringlichkeit internationaler Geschlossenheit noch deutlicher hervortreten zu lassen, ist die Notwendigkeit weiterer dramatischer Szenarien, welche dann wiederum nur durch weitere Milliarden beruhigt werden, unausweichlich und so sicher wie der Segen nach dem Gebet. Globale Kontrolle ist nur zu erreichen, in dem flächendeckend ganze Bevölkerungen mit dem Werkzeug geknebelt und geknechtet werden was an ihnen die empfindlichste Kerbe schneidet: Geld!
    .
    .
    susi

  8. andrej

    Schöne Idee, Cracker, die SED-Zentrale zu stürmen. Hat meines Wissens nach bisher allerdings noch niemand umgesetzt, auch nicht „einst“ 1989. Du könnstest also mit der Erst-Erstürmung in die Geschichte eingehen. Die sind allerdings umgezogen nach:
    Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin-Mitte,
    Nicht, dass Du aus Versehen das Soho-House an der alten Adresse der SED stürmst…
    Achso, wenn Du dort deren verschollenes Parteivermögen findest, darfst Du das gern zur Stabilisierung des Euro weiterleiten. Das wär berstimmt voll in deren Sinne, solidarisch, wie Linke immer sind…

  9. crackerjack

    Nicht der euro, sondern die gesamte sogenannte „finanzindustrie“ kollabiert. Was ursprünglich als kapitalquelle der realen wirtschaft entstand ist zur casino einige wenige finanzmafiosi verkommen auf deren lohnlisten politiker und afsichtsinstitute stehen. Goldmann sachs hat die koruppten griechischen politiker beraten wie die EU zu hintergehen sei und wurden damals fürstlich belont. Jetzt verdient Goldmann Sachs wiederrum an short wetten gegen griechenland. Stanley morgan und deitsche bank haben zusammen mit hedgefonds ihre institutionellen anleger welche renten und pensionsfond anlegen wollten bewußt und wissentlich junk bonds angedreht damit dagegen gewettet werden konnte wobei milliarden von den hedgefonds verdient wurde.

    solange die politik nicht in der lage ist dieses treiben ein ende zu setzten werden die bevölkerungen der staaten weiter den gürtel enger schnallen müßen während ein handvoll „manager2 milliarden scheffeln. wahrscheinlich wird das treiben erst ein ende finden wenn in westlichen metropolen die bankhaüser von der bevölkerung gestürmt werden wie einst die zentralen der sed.

  10. hinterwald

    klar doch: „ermächtigungsgesetz“.

    morgen kommen sie dann und sammeln die euroskeptiker ein, stecken sie in lager und vergasen sie, oder?

    sorry, vollkommen unerträglicher beitrag zur debatte, der nur dazu dienen soll, das eigene ego aufzublähen.

  11. Holger

    Artikel 20 Grundgesetz Deutschland

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) GEGEN JEDEN, DER ES UNTERNIMMT, DIESE ORDNUNG ZU BESEITIGEN, HABEN ALLE DEUTSCHEN DAS RECHT ZUM WIDERSTAND, WENN ANDERE ABHILFE NICHT MÖGLICH IST.

    Nun, das soll sicherlich keine Aufforderung zur Begehung von Straftaten sein! Doch es wird sicherlich Zeit, öffentlich zu diskutieren, ob nicht genau DAS erforderlich wird in einer Zeit der Lüge: nämlich NEIN zu sagen zu einer Abschaffung der Grundlagen einer freiheitlichen demokratischen Rechtsordnung. Das, was die EU-Think-Tanks dort kreieren, wird nie das Problem eines unendlichen exponentiellen Schulden-Wachstums lösen, der dem herrschenden Geldsystem immanent ist. Die Trägheit, Obrigkeitshörigkeit und Resignation ist dem deutschen Volk perfekt eintrainiert worden. Können Frösche in kochendem Wasser schwimmen? „Lasst es uns ausprobieren, wie weit wir kommen“, sagt dieses Kopfgebilde namens EU (Abkürzung für Europas Untergang). „Lasst uns einfach schuldig sein, für immer und für alle Ewigkeit“, sagt der deutsche Durchschnittssparer. Ich befürchte: kollektive Ignoranz und beharrliches Weiterschlafen trägt durchaus eine Mitschuld in sich.

  12. Clearfix

    Man versucht Staaten, die teilweise eine über tausendjährige Geschichte haben, in den Schmelztiegel eines europäischen Staatenbundes zu werfen um daraus einen gesamteuropäischen Vielvölkerstaat zu formen. Da die europäische Verfassung und auch der Vertrag von Lissabon gescheitert sind versucht man dieses Vorhaben nun durch die Hintertür durchzudrücken indem man die Schuldenkrise dazu als Vorwand nimmt.
    Ich durfte schon einmal Mitte der Neunziger dabei mithelfen den Scherbenhaufen eines ehemaligen Vielvölkerstaates wegzuräumen, dieser Versuch wird ähnlich enden!

  13. susi bibelmaus

    Gut dosiert, in seichten Häppchen, wird Zug um Zug an dem neuen Turm zu Babel gebaut. Schon einmal scheiterte das Vorhaben von „mit einer Stimme“ sprechen. Und auch dieses neue Bauwerk, eines vereinigten Weltenbundes, wird zwar gegen den Willen der Bevölkerungen eine bestimmte Zeit bestehen, unendliches Leid- Armut- Knechtung und Entmündigung über die Menschen bringen, aber nur so lang, bis auch deren vorbestimmte Stunde geschlagen hat. Wer sich jetzt als Befürworter eines unheiligen Systems positioniert, wird es später bitter bereuen. Leute…, macht die Augen auf und seht den treibenden Keil hinter dem verborgenen.
    .
    susi

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