Wortschöpfung der Woche: Flüchtlingsbaurecht

Den unter dem Sammelbegriff “Flüchtlinge” erst kürzlich zu uns Gestoßenen hat das Land, wie immer deutlicher wird, auch viele positive Entwicklungen zu verdanken. Die deutsche Bürokratie und Justiz, häufig als Hemmnis für eine blühende wirtschaftliche Entwicklung gebrandmarkt, zeigt sich, vor neuen Herausforderungen stehend, in ungeahntem Maße flexibel. Und damit meine ich nicht nur eine schuldlos unterfinanzierte und häufig schon beinahe schuldhaft rechtsbeugend nachsichtige Gerichtsbarkeit oder die gelegentliche Strafvereitelung im Amt. Jetzt kommen auch die Baubehörden auf völlig neue Gedanken. Sie haben das “Flüchtlingsbaurecht” erfunden. In Berlin, wo sonst, wurden und werden insgesamt sechs Anlagen nach einem Sonderrecht erbaut – dem sogenannten Flüchtlingsbaurecht, wie die Senatsverwaltung für Integration im Januar mitteilte. Und zwar zum Wohlfühlen in Modulbauweise. Es wäre vielleicht unpassend, schriebe man, die “Flüchtlinge” sollten sich “wie zuhause” fühlen. Dieses Flüchtlingsbaurecht erleichtert das Bauverfahren für die Unterkünfte, macht jedoch auch Auflagen bei der Nutzung. Nach dem Flüchtlingsbaurecht dürften in den ersten drei Jahren ausschließlich geflüchtete Menschen in diesen Unterkünften wohnen. Berlin plant jedoch eine Nachnutzung auch für andere Menschen. Na bitte, wenn die Module ein kleines bißchen abgewohnt sind, dürfen auch die schon länger hier Lebenden einziehen. Berlin ist immer einen Schritt voraus!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2018

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12 Kommentare zu "Wortschöpfung der Woche: Flüchtlingsbaurecht"

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Arnold Nüm
Gast

Nach 3 Jahren ist, nach meinem Kenntnisstand als Immobilienverwalter IHK, eine von Flüchtlingen bewohnte Immobilie bereits 18 mal Kernsaniert worden. Alternative 1-2 mal warm abgerissen worden. Deutsche können dort also technisch gesehen in eine neuwertige Immobilie einziehen.

Alex
Gast

Wo die sogenannten „Flüchtlinge“ auch nur zwei Wochen gehaust haben, muss grundsaniert werden. Wenn man nämlich ein Handwaschbecken nicht von einer Kloschüssel zu unterscheiden weiß…..

Christina
Gast
Thema Strafvereitelung und Flüchtslingsbaurecht – und dann die Essener Tafel Nur Flüchtlinge darf – nur Deutsche darf nicht. Was ist da eigentlich? welches Wort gibt es dafür? Deutschenhass? ist DEUTSCH stämmig oder schon länger hier lebend der heutige “J-Stern?” ODER bekommen wir bald eine Armbinde mit dem “kreuz” um irgendwie deportiert zu werden? wo führt das hin ? Ich erlebe das gerade – so als würde ganz gezielt ein “Volk” bewusst aufgehetzt werden. Wo leben wir hier eigentlich? Die totale Missachtung und Demütigung aller DEUTSCHEN ausgebebeuteten, die wohl viel zu lange die Eigenschaft hatten, bescheiden, genügsam,, fleißig,, um vorgeführt zu… Read more »
Tom Hess
Gast
Nur abgewohnt? Viele Bilder von Bussen und Wohnanlagen, die durch die noch nicht so lange hier Befindlichen genutzt wurden, vermitteln eher den Eindruck schrottreif bis abbruchreif. Und nicht erst nach drei Jahren. Beinahe skandalöser finde ich den Zusatz, dass die neuen Wohnanlagen ausschließlich für Geflüchtete sind. Flüchtende Bankräuber mit deutschem Pass werden sie ja wohl eher nicht meinen. Nehmen wir denen, die schon länger hier sind, noch mehr Steuern ab, bauen für solche, die nie einbezahlt haben (und das kau werden), bauen ihnen neue Häuser. In die die, die es zahlen durften, ausdrücklich nicht einziehen dürfen – erst, wenn es… Read more »
Theo
Gast

Baurecht für Flüchtlinge – exclusiv! Bald auch Tafeln………….?

Lurchi
Gast

Das ist doch schön. Dann muß der “autochthone” Obdachlose einfach nur nochmal 3 Winter irgendwo unter der Brücke oder am Bahndamm rumlungern, bevor er dann vielleicht auch mal in so eine Modul-Bude ziehen darf. Er kann sich ja zur eigenen Erheiterung sein Lager irgendwo in Sichtweite aufschlagen und immer sehnsüchtig rübergucken – und wenn ihm langweilig werden sollte, kann er auch mal seine deutschen Papiere betrachten und sich fragen, was genau er denn in seinem Leben eigentlich falsch gemacht hat…

maja1112
Gast

Es wird nicht mehr lange dauern, dann fliegt diesen Verbrechern ihr neues Wort um die Ohren. Was denken die sich eigentlich, die können unser Geld nur für diese integrationsunwilligen Moslems ausgeben. Es wird Zeit dem einen Riegel vorzuschieben.

J. Schuster
Gast

Widerliche Anbiederei und Katzbuckelei , vor jedem der ungeprüft in dieses Land kommt , und hier auch nichts leisten muß , gepaart mit einem mir unverständlichen Schuldkomplex für sämtliche Probleme der dritten Welt , das alles ekelt mich an . Ich habe das Ende der DDR noch als junger Erwachsener erlebt , und dachte viel besch….ner kann nicht werden . Ich glaube mittlerweile , vielleicht habe ich mich doch geirrt .

Frank Kettner
Gast

Googeln wir doch mal “Flüchtlingsstrafrecht”!

Marc Jenal
Gast

Sehr praxisnah, so hat man 3 Jahre Zeit zur Feststellung der Identität des frei und flexibel Herumreisenden und zur Wiederbeschaffung seiner Papiere.Wenn man die Module wasserdicht und schwimmfähig baut, kann man ihm nach 3 Jahren ein GPS-Gerät in die Hand drücken und ihn samt seinem Modul und einem Ruder ins Meer setzen, so kann er nach Hause rudern. Allenfalls wird er so mit seiner Familie wieder zusammengeführt und das Modul könnte er evtl. gleich als Wohnung, Abstellraum, Stall, Garage oder Boot nutzen oder dem Nächsten zur Flucht überlassen.

Sepp Adam
Gast

“wenn die Module ein kleines bißchen abgewohnt sind”: Dieser Zustand dürfte ca. 5 Minuten nach dem Erstbezug duerch Merkels Goldstücke erreicht sein. Nach 3 Jahren dürfte der Zustand eher im Bereich “abrißreife Ruine” liegen.

Hundt Patrick
Gast

herrlich die Ironie! Die Chance aber dass die Module je wieder an Leerstand “leiden”: gering bei der neu geplanten Menge an Zuzug…. von schlappen 200.000 Menschen.