Ein paar gut gemeinte Zeilen an den Strategieexperten von Scholz & Friends

Mein lieber Gerald, als Dein Kommunikationsberater gebe ich dir kostenfrei folgenden Rat:

1. Deine Aktion ist tot. Sie war, erst recht für jemanden aus der Branche, dilettantisch umgesetzt und peinlich. Sie war auch demokratiefeindlich und ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Daran bist Du selber schuld. Du hast dich blamiert.

2. Die Kollateralschäden bei deinem Arbeitgeber, der öffentlich auf Distanz geht, sind zwar auch dort völlig zu Recht eingetreten. Sie könnten aber auch Folgen für deine eigene berufliche Zukunft haben. Das ginge auch mir zu weit. Aber den aktuellen Druck hast du dir durch dein überhebliches, aus der ersten Euphorie geborenes großkotziges Auftreten redlich verdient.

3. Ich meine das nicht herablassend. Aber ein besonders helles politisches Licht bist Du, glaube ich, nicht.

4. Du bist von hunderten sog. PR, Strategie und Werbeprofis umgeben. Hast Du da keine Freunde, die dir rechtzeitig hätten sagen müssen, dass der Kampf verloren ist?

5. Such dir zwei, drei Leute, denen du vertraust und die was bei S&F zu sagen haben und gehe den Gang nach Canossa. Entschuldige dich für die Entgleisungen, entschuldige dich bei Die Achse des Guten und Henryk Broder persönlich, aber öffentlich. Entschuldige dich für die mißratene Kampagne und mache dies, öffentlich, auch gegenüber allen Werbetreibenden klar, die du angeschrieben hast. Bleib dabei deiner politischen Überzeugung oder was immer das ist, im Kern treu. Das ist hart, aber das ist dein Ausweg. Und dann gehst du auf facebook, auf twitter und überall sonst erstmal ein paar Monate in Deckung und hälst den Ball flach. So kommst Du da raus.

Und jetzt denk mal drüber nach, warum der, der dir einen gangbaren Weg aus deinem Schlamassel aufzeigt, ausgerechnet jemand von der anderen Seite des politischen Spektrums ist!

Gruß

Joachim

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8 Kommentare zu "Ein paar gut gemeinte Zeilen an den Strategieexperten von Scholz & Friends"

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Gerald Winkler
Gast
Der Hase wollte nicht auf den wirklich guten Rat hören. Das Problem der meisten fachlich ungerechtfertigt gut bezahlten Linken ist deren Gottwerdungsdruck. Die meinen irrtümlich wirklich, eigene Überlegenheit ließe sie vom Boden der Realität abheben, nicht ahnend, daß auch Methanblasen in Darm und Hirn einen vermeintlichen Auftrieb zu suggerieren in der Lage sind – bis jemand den Korken zieht. Und dann merkt plötzlich jeder, was das Gutmenschentum ausmacht: Lauwarme, übelriechende „Luft“. Die nun leere Hülle meines Vornamenvetters wird gerade tief betrübt und von der Welt missverstanden in den Cafe’s sitzen, in denen er früher am schicken Apple seine Projekte „pitchte“… Read more »
Andreas Huber
Gast

Tja, Herr Steinhöfel: könnte Hensel denken, würde er Ihnen danken !

Stefan Gerhard
Gast

Grauenvoll selbstgefällig und auch ziemlich doof, wie ich finde.

A. Walter
Gast

Habe ich das richtig gehört, dass sowohl Kahane als auch Maas dem Herrn Hensel einen Job angeboten haben?

Stefan Seidel
Gast
Den gut gemeinten Rat, scheint er aber noch nicht gelesen oder beherzigt zu haben. Nach seinem Twitter-Account zu urteilen, hat er sich irgendwo eingeschlossen und ergiesst sich in Selbstmitleid. Derweil bläst ihm der Shitstorm dort noch munter weiter ins Gesicht. Entweder ist er im Moment so zugedröhnt, dass er nicht mehr weiss, wie er diese Fans 🙂 blockieren kann, oder er geniesst es sogar, zumindest scheint er die Beiträge auch zu lesen, da er auf einige reagiert. Scholz & Denunzianten haben mittlerweile wohl die Reissleine gezogen, dass DavaiDavai- Hensel selbst in den Sack gehauen hat und auf eine Abfindung verzichtet,… Read more »
Peter
Gast

Was ist mit tätiger Reue?

Martin Eisenhardt
Gast

Jetzt hat er allerdings gekündigt, um sich ganz seinem Kampf gegen das Schlechte in der Welt widmen zu können. Schade.

Michael Korn
Gast

Besser hätte man es nicht schreiben können! War schon gewagt sich so mit Broder anzulegen, da kann man nur verlieren!

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