Post von Horst

Wenn man sich einen Einblick in die internen Organisationsabläufe von Facebook verschaffen möchte und die Art und Weise, wie mit berechtigten Anliegen und Beschwerden von Nutzern umgegangen wird, ist die Mail von Horst von den „Community Operations“ von Facebook lesenswert. Die Vorgeschichte nur stichwortartig: Der völlig legitime Text eines Nutzers wurde gelöscht, der Nutzer 7 Tage gesperrt. Auf Abmahnung durch mein Anwaltsbüro wurde der Text von Facebook am 29.5.2017 wieder eingestellt, der Nutzer vor Ablauf der 7 Tage entsperrt, Facebook sprach eine Entschuldigung aus. Diverse Medien, u.a. auch die “FAZ” berichteten über diesen Fall.

Ebenfalls am 29.5.2017 schrieb mir dann Horst von den “Community Operations” von Facebook.

„Hallo Joachim,

Wir prüfen Meldungen sorgfältig, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Maßnahmen ergreifen. Wir entfernen Inhalte von Facebook, wenn sie gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstoßen:

Beachte, dass etwas, das dich auf Facebook stört, nicht unbedingt gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt. Im Hilfebereich erfährst du, wie du Inhalte auf Facebook, die dir nicht gefallen, vermeiden kannst:

Beachte, dass wir Meldungen nicht rückgängig machen können, nachdem wir eine Maßnahme ergriffen haben (z. B.: gemeldeten Inhalt entfernt haben).
Danke für dein Verständnis.

Horst
Community Operations
Facebook“. (Unterstreichung durch den Autor).

Ich habe Horst mitgeteilt, dass mir seine Mitteilung nicht gefällt:

„Lieber Horst,

ich reagiere, auch als Anwalt, leicht gereizt, wenn man glaubt, mich verschaukeln zu können. Wir sind auch nicht an Textbausteinen interessiert, wie sie uns hier zugemutet wurden.

Facebook hat die Löschung bereits wieder aufgehoben, die Sperre ebenfalls und sich entschuldigt. Hier steht, das ginge nicht! Vielleicht einfach die Zeitung lesen.

Wenn bis zum Fristablauf die verlangte Unterlassungserklärung nicht abgegeben ist, klagen wir.

Noch einen schönen Tag

Joachim Steinhöfel“

Die Mail von Horst habe ich heute erst im Spam-Ordner entdeckt. Irgendwie gehört sie da auch hin.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2017

Update: Am 1.6.2017 entdeckte ich in meinem Spam-Ordner eine Mail von Horsts Kollegin Maria. Im Kern textbausteinartig wortgleich und trotz Aufklärung über die Unwahrheit in der Mail an “Horst” lügt Facebook den Nutzern also nachweislich dreist ins Gesicht: “”Hallo Joachim,…Bitte beachte, dass wir Meldungen nicht rückgängig machen können, nachdem wir eine Maßnahme ergriffen (z. B.: gemeldeten Inhalt entfernt) haben….Danke für dein Verständnis. Maria Community Operations Facebook.”

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7 Kommentare zu "Post von Horst"

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Horst
Gast

Hallo zusammen, mein Vorname ist Horst! Ich finde es eine große Sauerei, dass dieser schöne “Altdeutsche” Vorname so mißbraucht wird. Wenn diese Gender- und Antifa Verbrecher gebildet wären, müßten sie wissen, das dieser Vorname doch viel zu braun für sie ist! Ein “Altdeutscher” Vorname passt nicht zu euch! Besser wäre der Vorname eines Mao- oder anderen Kommunismusführer! Der passt zu eurem Weltbild besser!

KClemens
Gast

Paul Siemon
Daher stammt wohl der Ausdruck “Sich zum Horst machen”.
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Ja, da ist der Name Programm….. 🙂

Ron
Gast

Moinsen! Ich frage mich was man tun muss um gesperrt und gelöscht zu werden. Trotz mehrfache Hinweise von mir an Facebook, wird diese Seite (s. Link)als ok geführt. Und die ist Hetze und Lüge, Aufrufe zu Gewalttaten) in ganz vielen Fällen. https://www.facebook.com/AFDstoppen/?ref=ts&fref=ts Warum da kaum einer kommentiert? Weil jeder der nicht konform schreibt gesperrt wird. Interessant ist, das gleiche Person Rechte hat, auf der Seite von SPD Ralf Stegner, Personen wieder zu entsperren!!! Komisch ist das (Antifa???) Meiner Meinung nach ist da was gewaltig faul! Seite ist fast identisch mit Friedhelm Sdunowski und einigen anderen Fake Accounts.

Gabriel van Helsing
Gast

Ich weiß schon, warum ich Fratzebook und sein Pedant Twitter nicht benutze.
Auch Wats App werde ich nicht auf meinen Rechner, Tablett und I-Phon laden.
Es reicht schon, wenn ich beruflich Google+ auch so eine Datenkrake, nutze.
Was haben die Leute eigendlich in ihrer Vor-Fratzebook oder Twitterzeit in ihrer Freizeit gemacht?

Rizzo C.
Gast

An Horst den Bot

Lieber Horsti!
Ich bin Susi und ich bin auch ein Bot. Ich wollte mich schon immer mit einem anderen netten Bot unterhalten. Schreibst du mir bitte zurück?

Freespeech
Gast

Was für ein Horst…
die Schwierigkeit besteht aber, wenn man nicht so “bekannt” ist, bzw. sich nicht juristisch wehrt, man ziemlich alleine an der Front steht. Ich kenne also etliche, die von einem bis zu 30 Tagen gesperrt wurden, weil z.B. irgendwelche Aussagen zum Islam nicht gemundet haben. Andererseits wurden wirklich brutale antisemitische Kommentare, trotz Hinweis, nicht gelöscht…. weil es den “FB-Regularien entsprach”. Ich selbst, vor einer Woche für drei Tage gesperrt, warte heute noch auf Antwort: warum. Ich denke, da wird im Großen und Ganzen ziemlich selbstherrlich agiert…

Paul Siemons
Gast

Daher stammt wohl der Ausdruck “Sich zum Horst machen”.

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