Niederlande: Jihad gegen Meinungsfreiheit

„Wollt ihr mehr oder weniger Marokkaner im Land?“ fragte Geert Wilders, Vorsitzender der niederländischen PVV, seine Parteianhänger im März dieses Jahres. Zwei führende Politiker der regierenden Sozialdemokraten standen ihm, so möchte man meinen, in nichts nach. Dierik Samson erklärte, die Marokkaner hätten ein „ethnisches Monopol“ für Strassenkriminalität, sein Parteikollege Hans Spekman sprach sich dafür aus, dass Marokkaner, die sich nicht an die Gesetze hielten „vor ihren eigenen Leuten gedemütigt werden müssen“.

Jetzt, wo Wilders Partei die Führung in den Meinungsumfragen übernommen hat, wird er wegen der zitierten Äusserung erneut vor Gericht gestellt. Die beiden Sozialdemokraten nicht.

Wilders politische Positionen interessieren mich im hier gegebenen Kontext erst einmal herzlich wenig. Wenn die Zahlen, die er in einem Artikel im „Wall Street Journal“ vom 21.12.2014 nennt, zutreffen, dann sollte es allerdings nicht verwundern, wenn viele Niederländer sich auf den Standpunkt stellen, dass etwas im Argen liegt. Wenn etwa, so behauptet Wilders, die genannte Ethnie bei gewalttätigen Überfällen 22 mal so oft die Tatverdächtigen stellt, wie die Holländer oder drei Viertel der holländischen Muslime stellt, die nach Syrien auswandern, um Jihad zu führen.

Nicht nur in der Bundesrepublik, auch in Holland arbeiten die etablierten politischen Parteien, der Staatsapparat und die Mainstream-Medien, hervorragend zusammen. Sie führen dem arglosen Beobachter häufig ein recht klägliches Schauspiel von unterschiedlichen Gesellschaftsentwürfen, von Debatte, checks and balances usw vor. Die Simulation einer völlig freien Gesellschaft, in der die Bürger bestimmen, wo es langgeht. Ich habe dies zuvor als Sozialdemokratisch-Medialen-Komplex, in Anlehnung an den sog. Militärisch-Industriellen-Komplex, bezeichnet. Womit ich den Sozialdemokraten mittlerweile Unrecht tue, da sämtliche im Bundestag vertretenen Parteien hieran aus purem Opportunismus mitwirken.

In den Niederlanden sind Parteien mit Positionen wie denen von Geert Wilders länger auf der politischen Bildfläche als dies in der BRD der Fall ist. Bislang gab es in diesem Kontext hier und da ein Aufflackern, das die Koalition aus Politik und Medien jedoch schnell und professionell im rechtspopulistischen Abfalleimer entsorgte. Solange das klappt, waren Schritte wie die jetzt erneut in Holland ergriffenen, nicht erforderlich. Dort wird jetzt zum wiederholten Male ein gewählter Politiker, dessen Einschätzung hier keine Rolle spielt, die jedoch von fast der Hälfte der Niederländer geteilt wird, kriminalisiert und sein Recht auf politischen Diskurs und freie Meinungsäusserung vom Justizapparat attackiert. Und das in der EU. Ein unvorstellbarer Skandal.

Natürlich wird auch der Bundesbürger über diesen Vorfall informiert. Zum Beispiel bei dem grossartigen “Nachrichten-Portal” n24 mit dieser Überschrift:

„Niederländischer Rechtspopulist: Marokkaner-Hetze bringt Geert Wilders vor Gericht“

In den Niederlanden wird an den Grundsäulen einer freien Gesellschaft gerüttelt. Dort wird der Justizapparat zum Machterhalt instrumentalisiert. Wenn die Kontrollfunktion unserer Medien derart ausfällt, wie bei n24, steht uns derartiges womöglich bald auch in der BRD bevor. Oder auch nicht, weil sich der Michel in der Merkel-Konsens-Sosse so prima aufgehoben fühlt.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2014

 

 

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9 Kommentare zu "Niederlande: Jihad gegen Meinungsfreiheit"

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Onkel Dapte
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„Wollt ihr mehr oder weniger Marokkaner im Land?“

Ich erinnere mich dunkel, daß ein gerade in einem Stadtteil einer holländischen Stadt zum Bürgermeister gewählter Muslim vor versammelten Anhängern diese Frage stellte. Alle schrien meeehr!

Darauf bezog sich Wilders. Ein schönes Beispiel für die Hilflosigkeit des Westens, einem drohenden Unheil etwas entgegenzusetzen, denn der Eroberer darf das, der Verteidiger nicht.

Eule
Gast

Zu jenem politischerseits opportunistischen Mitwirken nicht zuletzt am medial zuarbeitenden Perlusionswirken nunmehr auch und per exemplum: http://www.journalistenwatch.com/cms/2014/12/31/merkel-vs-pegida/ – in anderen Worten, soziales Polit- wie Medialdesiderat contra Realgesellschaft. Ganz kurz: Jihad.

Lynn
Gast

Soldaten, welche sich ausserhalb der heimatlichen Landesgrenzen betätigen, schützen nicht ihr Vaterland, sondern sind dabei, andere Vaterländer anzugreifen! Pfui, sag ich da mal!

laser
Gast

Ich kann es nur wiederholen:solange die Polit-Kaste NICHT abgeschafft ist
wird sich auch NICHTS ändern!Und Überflutung gesamten westlichen Welt mit nicht kompatiblem “Zeitgenossen” aus Stein Zeit ist eine Absicht!

Thetorch
Gast

Lieber Herr Steinhöfel, wie so oft, stimmen wir auch hier überein. Man braucht sich in Deutschland nur mal die Verhältnismäßigkeit von Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund zum Anteil mit muslimischen Hintergrund anzusehen. Das ist so, als wenn man in der Schlangengrube sitzt und Angst hat, von der Füttermaus gebissen zu werden. Das es keine Toleranz gegenüber Rechtsradikalen geben darf versteht sich wohl von selbst. Aber wieso soll es Toleranz auf der anderen Seite geben?

Max Burger
Gast
“SPD-Altkanzler Gerhard Schröder hat in der Auseinandersetzung mit der anti-islamischen “Pegida”-Bewegung einen “Aufstand der Anständigen” gefordert.” Normalerweise hätte ich das einem USA-Freund zugetraut, die eh nichts Besseres im Sinn haben, als im Rahmen der Globalisierung alles und jeden klein zu halten, als auch uns durch massenhaften Zuzug von Analphabeten zu schwächen – die Doktrine der USA diesbezüglich sind hinlänglich bekannt! Putin scheint aus Rachefeldzuggründen seinen Genossen Schröder ebenfalls zur Mobilisierung der Verräter in unserem Land angestiftet zu haben. Muslime dürfen Ungläubige anlügen, wo sie sie nur antreffen, und so traue ich tendziell keinem dieser Mischpoke über den Weg. Es spielt… Read more »
Peter Böttcher
Gast

Warum sind Marokkaner in den Niederlanden???
Es gabt doch nie eine marokkanische Kolonie der Niederländer.
Oder????

Von Nettelbeck
Gast

Sieht es bei uns denn viel anders aus? Nehmen wir doch mal die PEGIDA Bewegung. Hier wird jeder der mitmacht, erstmal als dummer Mitläufer rechter Kreise gebrandmarkt.
Da diese Menschen aber in der überwiegenden Zahl ganz einfach nur Normals sind, denen die ganze poitische Richtung in der Republik sauer aufstößt, wird dann behauptet, diese Menschen wären “latente Nazis” oder es wird eben mal ein eingeschleuster Reporter interviewt wird, der eine Meinung wiedergibt, die nicht der der Demonstrierenden entspricht. Wie infam ist das denn???

Lothar Herzog
Gast

Und viele Menschen meinen sie hätten keine Rechte in einer Monarchie.

Ich behaupte, dass die Deutschen mehr Meinungsfreiheit hatten als zu

den heutigen Zeiten.

Die Meinungsdesigner drehen alles so wie es Ihnen gefällt.

Wir müssen die etablierte Ohnmacht beseitigen.

Solange nur die eigenen persönlichen Interessen bei vielen vorherrschen

wird das nichts mit der Demokratie.

Und von dem Türken Ötzdemir lasse ich mich als mündiger Bürger nicht als

Mischpoke beschimpfen.

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