Ihre Gebühren bei der Arbeit: Behindertenwitze beim ZDF

Kennen sie Oliver Welke? Ein teiggesichtiger Mann mit Bauchansatz, der in der Schule immer als letzter in die Fußballmannschaft gewählt wurde und jetzt, ganz folgerichtig, ab und zu im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bei Länderspielen Fußballern und Trainern Fragen stellen darf, die er für pfiffig hält. Weil er ja soviel von Sport versteht.

Nebenher hat sich der Herr mit der schnittigen comb-over Frisur  beim ZDF als Moderator für eine sog. „Satire-Sendung“ qualifiziert, die sich „heute-show“ nennt. Der Name lehnt sich an eine sog. „Nachrichten“-Sendung dieser Anstalt an, in der überwiegend Pressemitteilungen der Bundesregierung verlesen werden. Wie schon beim Sport bringt Welke auch hier die idealen Voraussetzungen mit. Als aalglatter Opportunist, der rückgratlos in der Mehrheitsmeinung mitschlängelt.

Am 29. Januar tagte der Hauptausschuß des Deutschen Bundestages unter dem Vorsitz von Dr. Wolfgang Schäuble u.a. zu der Frage der Verlängerung der Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten. Der Sachverständige Dieter Amann, von der AfD-Bundestagsfraktion benannt, stellt sich zu Beginn seiner Ausführungen so vor:

„Guten Tag, ich möchte mal etwas vorausschicken. Ich bin hier neu, bin nicht gewohnt zu reden vor großer Runde. Und ich stottere. Das möchte ich vorausschicken, damit sich niemand wundert.“

Und jetzt schauen sie selbst, wie menschenverachtend Welke und seine ebenfalls von Gebührengeldern finanzierten „Gagschreiber“ sich über einen Menschen mit Sprachbehinderung lustig machen. Und natürlich, ohne über die Sprechstörung aufzuklären oder die einleitenden Worte von Herrn Amann zu erwähnen.

 

Welke und seine Helfershelfer sind moralisch derart degeneriert, dass sich selbst ein Straßenköter zu fein ist, an ihnen noch sein Bein zu heben.

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2018

Update: Am Abend des 5.2.2018 hat sich die “heute-show” dann bei Facebook gemeldet. Der Druck wurde wohl zu groß. “Das hätte nicht passieren dürfen” erklärt man.

Drüben bei FB habe ich wie folgt geantwortet: “ Ich glaube Ihnen nicht. Und wenn das stimmt, arbeiten sie so schlampig, dass trotzdem Köpfe rollen müssen. Wie kann man das Stottern des Betroffenen zur Kenntnis nehmen, wenn man den Eingang seiner Äußerungen in dem er diese Sprachbehinderung erläutert nicht mitbekommt? Das können Sie erklären wem sie wollen, aber niemanden mit Verstand.” Das Eingangsstatement der Sachverständigen ist in der Regel, es läuft eine Stoppuhr, auf fünf Minuten begrenzt. Amanns Erklärungen erfolgten gleich am Anfang. Diese nicht, sein späteres Stottern aber doch mitzubekommen ist unglaubhaft, gelogen, und bewegt diese perfide moralische Entgleisung in Richtung TV-Skandal.

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