Die Leichenfledderer vom “Spiegel”

Kasse machen mit der Katastrophe

Kasse machen mit der Katastrophe

Wer ohnehin eine sehr niedrige Meinung von der Publikation „Spiegel“ und eine noch niedrigere Meinung von „spiegel online“ hat, ist durch Machenschaften aus diesem Hause nicht mehr so leicht zu überraschen. Heute ist es passiert.

Zweifellos haben sich beide Medien bei der Berichterstattung über das Erdbeben und den Tsunami IN Japan besonders hervorgetan. Sie waren dabei weniger den Gründsätzen journalistischer Seriösität, dafür umso mehr ihrer politischen Agenda verpflichtet. Panikmache, Falschmeldungen und die den Weltuntergang herbeischreienden Schlagzeilen lösten sich im Minutentakt ab. Die Brandstifter dieser Hysterie sitzen im Spiegel-Hochhaus. Zweifellos gibt es Gesinnungsgenossen in anderen Medien.

Dies ist die ein Seite der Medaille. Die andere verursacht Abscheu und Ekel:

Die Vermarktung des Spiegel-Verlages ruft derzeit ihre Anzeigenkunden an und bietet –  für die Print-Ausgabe zwei Wochen nach Anzeigenschluß! – „last-minute-Angebote“. Die Zugriffe auf spiegel-online gingen aufgrund der Katastrophe in Japan durch die Decke, selbiges sei auch bei der nächsten Printausgabe zu erwarten.

Die Katastrophe als Akquisegrund. Geschäftemacherei mit dem Leid!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2011

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26 Kommentare zu "Die Leichenfledderer vom “Spiegel”"

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Been Jammin
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Ich glaube auch, dass man dem Spiegel-Verlag und seinen Erzeugnissen mittlerweile alles zutrauen kann. Wer heutzutage tatsächlich noch die Bild für das größte Übel im Deutschen Medienzirkus hält, und den Spiegel für ein “Qualitätsmedium”, der hat schon lange aufgehört, kritischer Medienkonsument zu sein.

Zum diesem Thema gab es auch ein interessantes Interview auf dem englischen Blog “Ich werde ein Berliner”. Die Ausländer schütteln auch schon den Kopf über den Spiegel, und die Ehrfurcht, mit der ihm in Deutschland immer noch begegnet wird. Siehe hier: http://www.ichwerdeeinberliner.com/56-the-meltdown-part-ii-an-idiot-abroad

max
Gast

Na also, da kommt nix mehr.

max
Gast
Lieber Thilo, die Punkten 2-6 diskutiere ich mit Dir schlicht nicht weiter, da Du es dabei anscheinend mit Frau Merkel hältst, die Bücher kritisiert, die sie nie gelesen hat. Zu Punkt 7: Gewinn zu machen ist das Ziel eines Unternehmens. Und zwar das einzige. Sehe ich als “interessiert-bornierter” Unternehmer so (aber werten tust Du nicht, gell?). Das Maiglöckchenargument von derNatur als Lebensgrundlage kannst Du Dir sparen, das zieht nicht, wir beschränken uns hier ja auf die Wirtschaft (Abfalleimer war die Natur übrigens vor allem in nicht ganz so kapitalistischen Systemen). Im übrigen interessiert es mich herzlich wenig, was meine Angestellten… Read more »
Thilo Schmidt
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@max Cool! Das nenne ich doch mal eine gut strukturierte Wortmeldung. – Danke! Zu 2. u. 3. deines Kommentars: Den Eintrag von Herrn Steinhöfel habe ich schon ganz gut verstanden. Da wurde nämlich zwischen zwei “Seiten der Medaille” unterschieden: Einerseits Weltuntergangsmeldungen, wie sie quer durch den Mediengarten zu finden waren, und andererseits das Alleinstellungsmerkmal des Spiegels, die von Herrn Steinhöfel als ekelerregend inkriminierte Anzeigenakquise. – Dass mich die Frage der Wahrheitstreue der Spiegel-Berichterstattung nicht interessiert hat, liegt daran, dass es mir um etwas anderes ging (der folgende Absatz sollte das verdeutlichen). Zu 6. – Die Moral hat zuallererst einmal Herr… Read more »
max
Gast
Also, nun mal Punkt für Punkt, lieber Thilo. 1. Mea culpa, ich habe etwas verkürzt. Wahnsinn. Zu Deiner “Kapitalismuskritik” komme ich noch. 2.Lieber Thilo, der Skandal beim Spiegel liegt ja gerade im Zusammenhang von falscher Berichterstattung und der auf sie Bezug nehmenden Werbung bei potentiellen Kunden. Wäre eigentlich bereits im Artikel von Steinhöfel klar zu erkennen gewesen. Ist das so schwierig zu verstehen? 3. Ich entrüste mich darüber, dass Du den Spiegel nicht liest? Nö, eigentlich nicht. Wie Du aber bewiesen hast, fehlen Dir dadurch offensichtlich Informationen, um den Artikel von Steinhöfel zu verstehen. Und dann ist es schon etwas… Read more »
Thilo Schmidt
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@max Vorab eine Bitte: Es ist ein wenig müßig, wenn ich immer alles doppelt und dreifach richtig stellen muss, weil du meine Ausführungen vor lauter Empörung ständig in den falschen Hals kriegst. – Versuch doch bitte mal, sachlich zu bleiben … Deswegen zunächst ein paar Klarstellungen: “Selbstverständlich wolltest Du nur darauf hinweisen, dass Atomenergie für alle Beteiligten eine prima Sache ist.” – In meinem Kommentar heißt es: “…habe ich darauf hingewiesen, dass die Atomenergie sowohl für den Staat als auch für die privaten Energieversorgungsunternehmen eine prima Sache ist” – Ist das für dich etwa das Gleiche? “Auch um den Spiegel… Read more »
max
Gast
Lieber Thilo, wie wärs, mal ein Posting mit Inhalt? Keine konstruktive Kritik, weil man lieber nicht fassbar ist? Und das ist keine Dummschwätzerei? Lieber Thilo, eine Volkswirtschaft braucht Energie. Die muss erzeugt werden. Nicht theoretisch, sondern praktisch, auf welchen “Standpunkt” Du auch immer Dich zurückziehen willst. Ok, Du bist kein Mitglied bei Attac. Wunderbar. Deine Kritik ist selbstverständlich grundsätzlicher. Was denn sonst. Eine Nummer kleiner geht ja nicht. Darf’s der berühmte dritte Weg sein? Oder belässt Du es beim bereits bekannten zweiten Weg? Aber natürlich ist die Vermehrung von “Geldreichtum” eine ganz, ganz schlechte Sache. Implizieren wolltest Du selbstverständlich auch… Read more »
Thilo Schmidt
Gast
@max Du willst mich also auf “konstruktive Kritik” festnageln. – Dabei ist unterstellt, dass die Sache, um deren Verbesserung man sich da mit seiner Kritik bemühen sollte, auch verbesserungswürdig ist. – Was aber, wenn man auf dem Standpunkt gar nicht steht? (Kleiner Tipp: Das Gegenteil von konstruktiver Kritik ist nicht “Dummschwatzen”, sondern destruktive Kritik … eine Kritik die ihrem Gegenstand nicht in derart inniger Zuneigung verbunden ist, dass sie auch noch verborgenes positives Potential in ihm entdeckt und zur Entfaltung bringen will, sondern die eher für die ersatzlose Streichung argumentiert.) “Du wolltest, moralisch überlegen, wie Leute wie Du halt mal… Read more »
max
Gast
Ach göttchen Thilo, schon wieder so ein Geschwurbel. Neee so einfach nicht, mein Lieber. Ohne Angabe von Alternativen keine konstruktive Kritik, sonst bleibt es beim Dummschwatzen. Selbstverständlich war das nicht Dein Thema, natürlich nicht. Du wolltest, moralisch überlegen, wie Leute wie Du halt mal sind, die Dinge mal gerade rücken. Vielleicht, so in Bezug auf den Begriff Oberlehrer, erinnerst Du Dich daran. Selbstverständlich kommt dann auch noch die Kapitalismuskritik (bist Du etwa auch noch Attac Mitglied?). Ein “unwiderstehliches Angebot” Fehlt ja nur noch die Formulierung “ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte”. Sag mal, meinst Du das ernst oder beeinflusst… Read more »
Thilo Schmidt
Gast
Nun ist “leer / ohne Inhalt” zwar sicherlich nicht das Gleiche wie “das wollte ich nicht hören!”, aber nun gut. – Du vermisst in meinem Kommentar die “Alternativen” – und damit hast du vollkommen recht: Die habe ich wirklich nicht geliefert; genauso wie ich, beispielsweise, auch kein brauchbares Rezept für Pizzateig angegeben habe (sprich: Das war auch nicht mein Thema, weswegen es jetzt ein bisschen matt ist, mir dies als Mangel vorhalten zu wollen). Was du dem Kommentar hingegen sehr wohl hättest entnehmen können, ist der GRUND, warum ich mich nicht als ideeller Energieminister aufspiele und mir den Kopf darüber… Read more »
max
Gast
Wunderschön gesagt, lieber Thilo. Nur ohne Inhalt. Wo sind die Alternativen? Nix! Der Spiegel macht nicht “meiner Meinung nach” auf Panik, er desinformiert wissentlich. Wie übrigens ARD/ZDF auch. Es sind nicht die “Schlüsse, die Spiegel Leser” daraus ziehen könnten, die mich ärgern (Wer den Spiegel liest und einen anderen Schluss daraus zieht, als dieses Käseblatt nicht mehr zu kaufen, kann ich sowieso nicht ernst nehmen). Es ist die leicht zu durchschauende politische Agenda, die hier abgearbeitet wird. So werden z.B. klare Falschmeldungen prinzipiell nie korrigiert. Daten werden aus dem Zusammenhang gerissen. Würdest Du Dich informieren, wüsstest Du das. Tust Du… Read more »