We got the Bastard!

Osama nach Kopfschuss. Hurrah!

Osama nach Kopfschuss. Hurrah!

Ein großartiger, emotionaler Moment! Eine der verabscheuungswürdigsten Kreaturen der Welt ist tot. Ausgeschaltet von einem Spezialkommando der Navy Seals. Ein Moment von großer symbolischer Bedeutung, aber ohne grosse tatsächliche Auswirkungen im Krieg gegen den Terror. Die Bedrohung durch den Terrorismus wird durch den Tod Osama Bin Ladens nicht kleiner, Al Qaida dürfte eher bemüht sein, kurzfristig „Rache“ zu nehmen. Erst vor ein paar Tagen wurde in Deutschland ein Anschlag verhindert. Glücklicherweise hat ein Kopfschuss verhindert, dass Obama und Justizminister Eric Holder in die Verlegenheit kommen, das Fiasko um das Verfahren gegen Khalik Sheik Mohammad, den man in NYC vor ein Zivilgericht stellen wollte, zu wiederholen.

President Bush: I can hear you! I can hear you! The rest of the world hears you! And the people — and the people who knocked these buildings down will hear all of us soon!

Rescue Workers: [Chanting] U.S.A.! U.S.A.! U.S.A.! U.S.A.! U.S.A.! U.S.A.! U.S.A.! U.S.A.!

Obama hat das Versprechen von GWB eingelöst.

Haben die USA mit oder ohne pakistanische Hilfe operiert? Sollte sich herausstellen, dass die Mission eine US-Aktion ohne Unterstützung der Pakistaner war (und so scheint es) und sich OBL womöglich seit Jahren in dem Anwesen in Abbottabad in Sichtweite der pakistanischen Behörden aufgehalten hat, wird dies zu weiteren schweren Belastungen des Verhältnisses USA – Pakistan führen.

Der Erfolg kommt für die Obama-Administration im genau richtigen Moment. Probleme in Afghanistan, Konfusion bezüglich der Mission in Libyen, Zögerlichkeit gegenüber den fortschreitenden Morden des Regimes in Syrien, völlige Planlosigkeit gegenüber dem Iran.

Jubel in den USA - In Deutschland Bedenkenträgertum

Jubel in den USA - In Deutschland Bedenkenträgertum

In Deutschland wird man sich, anders als auf Straßen und Plätzen in den USA, kaum auf jubelnde Massen einstellen müssen. Schon erheben Bedenkenträger ihre Stimmen und mahnen, die Ausschaltung dieses Bastards könne die Stellung des internationalen Strafgerichtshofs (so heute morgen im „Deutschlandfunk“) gefährden („Der Internationale Strafgerichtshof oder andere Institutionen, die sich eben bemühen, Verbrecher vor Gericht zu stellen, werden durch ein solches Vorgehen nicht gestärkt, oder?“, Silvia Engels im Gespräch mit dem  Europaparlamentarier Martin Schulz).

Ich habe eben meine US-Flagge auf den Balkon gehängt. Ich feiere heute. Ich bin glücklich! Dr. Zawahiri next!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2011

Update: No other country, not even Pakistan, was informed of any of this intelligence until after the raid to protect operational security.

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Kommentare

  1. Orlando di Matamoros

    Mit Osama Bin Ladin ist zuerst einmal ein Symbol von der Bildfläche verschwunden, das ist ja auch schon mal was. Seine Anhänger sollten doch glücklich und dankbar sein, ist er doch nunmehr in dem von ihm so geschätzten Paradies. Im übrigen hat er sich sehr feig (?) während all der Jahre im Hintergrund gehalten, den Kopf haben andere hingehalten und ihr Leben geopfert. Na, jetzt werden sie sich ja alle wieder treffen :-))) Paar Frauen sollen da ja auch für jeden sein. Sollteman die Herrschaften darum beneiden? Ich weiß nicht recht. Was bitte tue ich dann als Schwuler in soner Gesellschaft?

  2. Dr. Knölge

    Zweifellos ist das eine gute Nachricht, dennoch will bei mir keine rechte Freude aufkommen. Die zahlreichen Kinder OBLs sind längst in die Welt gesetzt, der Tod des Vaters ist kein gewonnener Krieg, nicht einmal eine gewonnene Schlacht. Es wurden und werden immer wieder Terroristenführer getötet, ohne daß es eine erkennbare Wirkung gezeigt hätte.
    Das Vorgehen der Amerikaner war richtig: schnell, konsequent und tödlich. So geht man mit einem gefährlichen Kriegsgegner um. Wenn das Gutmenschen anders sehen sollten, werde ich sie auslachen.

  3. JeanJean

    Die kultursensible islamische Beisetzung Bin Ladens ist tatsächlich eine Idiotie und lädt zu irren Verschwörungstheorien ein.
    Diese extreme Dummheit? der Obama Regierung ist vor dem Hintergrund des Einflusses hochrangiger islamischen Berater und Funktionsträger auch in den Sicherheitsdiensten, die unter Obama noch ausgebaut wurde, einigermaßen besorgniserregend.
    Der schöne Erfolg wird mit Sicherheit verspielt und argumentativ zur Schwächung des Kampfes gegen die islamische Bedrohung genutzt.Der wenig heldenhafte Aspekt, dass die Märtyrer sich offenbar hinter „Weiberröcken“ versteckten wird gewiss aus Höflichkeit gegenüber der “ großen Weltreligion“ nicht weiter beleuchtet, auch wenn ja gerade diese Verwendung menschlicher Schutzschilder gute islamische “ Kampftechnik“ ist.

  4. USA! USA! USA!

    Klasse Artikel, JS – nur dieses gefakte Photo vom toten Osama BEEN Laden, das schon laenger durchs Internet geistert, ist etwas deplaziert.

    Ich hoffe aber, die Amis haben die Fratze dieses Feiglings noch photographiert (und wir bekommen den Kopf(schuss) zu sehen), ehe sie OBL im Indischen Ozean entsorgt haben.

    Brenne in der Hoelle mit deinem Mohammed, Osama!

  5. timo

    das foto ist ein FAKE !!!! und was hat osama mit september11 zu tun? und warum haben sie ihn schon angeblich ins meer geschmissen ohne fotos und videos zu drehen…

    was fuer eine doofe obama wahl kampanie… die sollte sich mal den bush vornehmen den findet man in texas…

  6. JeanJean

    Meine volle Zustimmung!
    Tatsächlich kommt dieser Erfolg nach immer lauter werdenden Klagen Pakistans sie würden nicht ausreichend in die Arbeit der US Geheimdienste eingebunden. Die überfällige Funkstille der US Dienste gegenüber ihren von Islamisten infiltrierten „Kollegen“ scheint den Erfolg nun möglich gemacht zu haben.
    Ein Mann wie Bin Laden kann ohne ein Netzwerk in staatlichen Institutionen nicht überleben. Seine Reisen ins Kosovo und nach Bosnien sollten uns diesen beiden Staaten gegenüber misstrauischer machen.
    Mit dem Tod Bin Ladens ist den Opfern von 9.11. Gerechtigkeit widerfahren.Das ist ein Grund der Freude. Vergleichbar mit dem Kampf gegen die Mafia ist dies jedoch nur ein Etappensieg. Ich befürchte, dass unsere intellektuellen Eliten nun versuchen werden das Ende des Krieges zu erklären und sich um so entschlossener in die Arme der Muslim Bruderschaft zu werfen, die noch wesentlich gefährlicher für die Demokratie ist als die beständige Terror Gefahr.
    Dennoch, ein Hoch auf die Navy Seals und die Agenten die durch ihren gefährlichen Einsatz Bin Laden zur Strecke gebracht haben!
    USA USA USA !

  7. Robert Bond

    Interessant ist, dass sie ihn jetzt unter Obama erwischt haben. Hätte schon unter Clinton ums Haar geklappt, wenn die Rakete nicht ein paar Minuten zu spät gekommen wäre. Die großen Säbelrassler um G.W.Bush haben dafür hinsichtlich Al-Kaida schlicht gar nichts zustande gebracht und dafür jede Menge Leute eingesperrt, bei denen sich dann herausgestellt hat, dass es die komplett falschen waren.

  8. @ Matt Sorum et al.

    Warum stellt man eigentlich nicht große Windräder (150 m hohe Türme) vor AKWs? Um mit einem Flugzeug so einen Anschlag zu verüben, muß man sehr flach anfliegen, das dürfte praktisch unmöglich werden, wenn man jedes AKW mit einem kleinen Windpark versieht!

  9. backtoroots

    …aber die islamistischen Ideologen werden jetzt wieder ihre Propaganda-Maschinerie anwerfen, sie können ohne ihr USA-Feindbild ohnehin nicht existieren, es ist ihr täglich Brot, samt Verschwörungs-Theorien und ihrer ideologischen Fabulistik. Wenn doch endlich mal die etablierten Parteien die Ängste der Bürger, ihrer Klientel, vor der drohenden Islamisierung Europas aufnehmen würden, allen voran die grüngefärbten Multikulti’s. Die Rechten warten bereits darauf, um dieses Terrain zu besetzen. Und das muß verhindert werden…

  10. Matt Sorum

    Der gesamte Terror-Kontext passt gut in unsere Energiediskussion: Sicherlich sind wir technisch noch nicht in der Lage, Strom aus regenerativen Energien vernünftig zu speichern und zur Verfügung zu stellen, schon gar nicht im Süden der Republik. Aber wir erinnern uns: Das Internet wurde in den 1960er Jahren erfunden, um keine zentralen Kommunikationspunkte zu haben, die der Feind einfach zerstören kann.

    Wie sind Atomkraftwerke? Zentrale Energiebündelung. Wie aber scheint die Sonne? Zentral nur auf München, Stuttgart und Hamburg? Nein, die scheint in der Breite. Es ist also so einfach wie logisch, die Gefahr von Anschlägen auf zentrale AKWs zu vermeiden – und der Sonne in die Breite zu folgen. Fürs Landschaftsbild nicht berauschend, aber unanfällig gegenüber Attentaten. Was nützt es Attentätern, drei Windparks und 4 Sonnenkollektorfelder lahmzulegen? Ein paar Einwohner ohne Internet und bei Kerzenlicht? Wahrlich kein Schreckensszenario…

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  1. We got the Bastard! | Danke Thilo!