Die Leichenfledderer vom „Spiegel“

Kasse machen mit der Katastrophe

Kasse machen mit der Katastrophe

Wer ohnehin eine sehr niedrige Meinung von der Publikation „Spiegel“ und eine noch niedrigere Meinung von „spiegel online“ hat, ist durch Machenschaften aus diesem Hause nicht mehr so leicht zu überraschen. Heute ist es passiert.

Zweifellos haben sich beide Medien bei der Berichterstattung über das Erdbeben und den Tsunami IN Japan besonders hervorgetan. Sie waren dabei weniger den Gründsätzen journalistischer Seriösität, dafür umso mehr ihrer politischen Agenda verpflichtet. Panikmache, Falschmeldungen und die den Weltuntergang herbeischreienden Schlagzeilen lösten sich im Minutentakt ab. Die Brandstifter dieser Hysterie sitzen im Spiegel-Hochhaus. Zweifellos gibt es Gesinnungsgenossen in anderen Medien.

Dies ist die ein Seite der Medaille. Die andere verursacht Abscheu und Ekel:

Die Vermarktung des Spiegel-Verlages ruft derzeit ihre Anzeigenkunden an und bietet –  für die Print-Ausgabe zwei Wochen nach Anzeigenschluß! – „last-minute-Angebote“. Die Zugriffe auf spiegel-online gingen aufgrund der Katastrophe in Japan durch die Decke, selbiges sei auch bei der nächsten Printausgabe zu erwarten.

Die Katastrophe als Akquisegrund. Geschäftemacherei mit dem Leid!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2011

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26 Kommentare zu "Die Leichenfledderer vom „Spiegel“"

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Dietmar Hochmuth
Gast
Dietmar Hochmuth
5 Jahre 4 Monate her

Schon der sonst für Klitschko-&-Co.-Events gebuchte Begriff LIVETICKER in diesem Kontext ist absolut pervers und verdient einen Ordnungsruf durch den Deutschen Presserat!

zeckenzange
Gast
zeckenzange
5 Jahre 4 Monate her

„SPIEGEL-Leser wissen mehr“ stellt schlichtweg eine Hypothese dar, deren Beweis bis dato aussteht. Das könnte dauern, vermutlich solange, bis der Papst heiratet. Bis dahin werden Wort-Drechsler resp. Sinn-Deuter dort eine gesicherte Heimstatt finden (Ausnahmen bestätigen die Regel, logo).
„Zerr-Spiegel“ wäre wohl der politisch korrekte Leitspruch gewesen, nur würden unter dieser Prämisse weder die Verblödung – geschweige das lukrative Anzeigengeschäft – wie geschmiert laufen.

Schön zu WISSEN (im besten Sinne des Wortes), dass es (außer J. Steinhöfels Blog) noch andere (gottlob blitzgescheite) Zeitgenossen/-innen gibt, die kraft Mobilisierung eigener Gehirnwindungen alternative Meinungsbildungsprozesse in Gang zu setzen imstande sind. Fündig wurde ich beispielsweise hier:
http://nb4s.wordpress.com/category/allgemein/spiegel-watch/
http://mugo.wordpress.com/2008/03/07/spiegel-leser-wissen-mehr-und-von-allem-nur-ein-bisschen/

Chaim Levinson
Gast
5 Jahre 4 Monate her

Nein, überraschend ist dieses Verhalten von Medien nicht. Aber dennoch widerlich. Nichts dagegen, Geld zu verdienen, aber es gibt eben auch Grenzen. Die wiederum haben etwas mit Sitte und Moral, Anstand und Dezenz zu tun.

Dee S. Wissen
Gast
Dee S. Wissen
5 Jahre 4 Monate her

„Business is business“, wuerde der Amerikaner dazu sagen. Es lebe die freie Marktwirtschaft!

crackerjack
Gast
crackerjack
5 Jahre 4 Monate her

Spätestens als der spiegel die vermarkten von sarazzins rassenhygenische kamppamphlet übernahm war jeden klar wohin der spiegel treibt.

legal us-resident
Gast
legal us-resident
5 Jahre 4 Monate her

erinnert mich irgendwie daran, als der „ungefaerbte“ und sein steine werfender taxifahrer im wahlkampf auf einmal die anti-kriegs-karte zogen (und damit unter dem strich den krieg im irak ausloesten) um die wahl zu gewinnen. jetzt ziehen die melonen und das ganze linke gesockse die atom-karte, um an die macht zu kommen, damit sie deutschland in die steinzeit zurueck beamen koennen (schliesslich sollen sich die steinzeit-importe aus allahistan in deutschland noch wohler fuehlen)

trackback

[…] explodierender Klickzahlen ordentlich Krisengewinne abzusahnen, wenn Anwalt Steinhöfel zutreffend bloggt, wofür spricht, dass er beste Drähte zum Werbe-Großkunden Metro haben soll. Ebensogut laufen die […]

v.d.Osten
Gast
v.d.Osten
5 Jahre 4 Monate her

Spiegel?? Ist das die Zeitschrift die immer Montags kommt und es sich noch nicht mal lohnt, die Titelseite zu lesen. Weil der Spiegel doch bekannt dafür ist, Panikmache zu betreiben. Bei den Redakteuren und Journalisten vom Spiegel, Spiegel – Online und Spiegel TV habe ich immer so das Gefühl, dass die alle aus dem damaligen Verlag und der dementsprechenden Hintergrundspartei und Organisation Neues Deutschland kommen.

Dr. Knölge
Gast
5 Jahre 4 Monate her

Natürlich ist das empörend!
Doch – sind nicht Geschäfte mit dem Elend eine der menschlichsten Verhaltensweisen schlechthin?

Matt Sorum
Gast
Matt Sorum
5 Jahre 4 Monate her

Angesichts stetig sinkender Umsätze bei den Printmedien müssen auf Teufelkommraus Klicks (aber wer bitte klickt auf Webseiten auf Werbebanner??) und Auflagen erzeugt werden, wen interessiert da noch die Glaubwürdigkeit? Der Mensch an sich ist eine Fehlentwicklung der Natur, solange er mehr mit Emotionen als mit allem anderen rumfuchtelt! Leider bestätigt die Forschung, dass Ratio so gut wie nicht existiert, die Menschheit wird also noch Jahrzehnte von Ökofaschisten, Islamfaschisten, Christenfaschisten etc. pp. veralbert werden. Furchtbar.

Jan-F
Gast
Jan-F
5 Jahre 4 Monate her

Natürlich sind Großereignisse wie dieses immer ein gefundenes Fressen für alle Medien.
Allerdings finde ich tatsächlich sehr fragwürdig wie Spiegel hier noch kurzfristig einen Mehrgewinn erzielen möchte. Ich als Laie würde aber vermuten, dass es wenige Medien gibt die anders handeln würden…

Bis jetzt bin ich oft und gerne auf Spiegel online unterwegs.

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