Weitermachen, Thilo!

Das ist nicht witzig, Achmed!

Das ist nicht witzig, Achmed!

Wenn man ein Buch, jedenfalls im Moment, noch nicht mir nichts Dir nichts verbieten kann in unserem schönen Land, dann kommt man der Sache auf anderem Verfahrenswege doch recht nahe. Man zerstört den Verfasser persönlich, wirtschaftlich, politisch (die Hexenverbrennung hat ja bei Eva Herman auch prima geklappt). Macht ihn zum leprösen Aussätzigen, der ausserhalb des hier ja so wichtigen gesellschaftlichen Konsens steht. Konsens, Konsens über alles! Schauprozesse in den Medien zu denen Quoten-Türkinnen aufgeboten werden, die alles sind, aber nicht repräsentativ für die von einer Minderheit von etwa 80 % der Bevölkerung (fast alle Neonazis) kritisierte Gruppe von Gastarbeitern. Ein schöner Euphemismus übrigens, da es mit dem Arbeiten ja bei dem einen oder anderen hapern soll. Liegt alles an fehlenden Integrations- und Sprachkursen, lernen wir.

Das beschämende Personal in den höchsten Staatsämtern bläst zum Halali, die Einheitsmedien ziehen nach. Merkels Handpuppe* in der Wulffsschanze* ist gar Kläger und Richter in Personalunion. Erst fordert er die Bundesbank zum Rauswurf Sarrazins auf. Dann soll er über den Antrag der Bundesbank auf Abberufung Sarrazins entscheiden.  Ein groteskes Schauspiel, für das sich jede Bananenrepublik schämen würde. Darum wird jetzt schnell nach Mutti gerufen. Anders: „Der Herr Bundespräsident hat die Bundesregierung um Stellungnahme gebeten“. Damit seine mausgraue Eminenz nicht allein ohne Stuhl da steht, wenn das Orchester zu spielen aufhört.

Um dem ganzen perversen Spielchen noch die Krone aufzusetzen, will sich die Frau Bundeskanzlerin nun an die Spitze der Bewegung stellen.

Ich wünsche mir, dass Herr Sarrazin die Entschlossenheit besitzt, gegen eine etwaige Abberufung aus dem Vorstand der Bundesbank arbeitsgerichtlich vorzugehen. Er hätte gute Karten. Und würde die zweite Mannschaft, die in Berlin zu regieren versucht, noch etwas länger vor sich hertreiben. Eluzidierend wäre das. Erleuchtend.

Gedanken in Bild und Ton.

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© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2010

* Ich danke den Kommentatoren („Benno“ #34 zu „Die Gesinnungs-Gestapo hat ihr Opfer“ und „Der Klaus“ #4 aaO)  für diese Wortschöpfungen.

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Kommentare

  1. Mann

    Der Autor kennt also muslim. Männer die ihre Frauen 5 Jahre prügelen ? Also ich kenne keinen.
    Der Autor kennt auch die gültige Scharia in Hamburg ? Ist mir total neu!

    Sehr, sehr unseriös. lLaube kaum, dass der Autor übetrhaupt auch nur einen Muslim kennt.

  2. Wulff und Merkel habe den Karren bereits durch ihre unsinnige Intervention ziemlich in den Dreck gefahren. Auf die Bundesbank Druck auszuüben war das Dümmste, was die beiden machen konnten. Klug wäre gewesen, weder als Kanzler noch als Bundespräsident zu der Privatperson Sarrazin öffentlich Stellung zu nehmen.

    Nun wird der ganze trouble, der folgt – und es wird sehr viel folgen! – den beiden wahren Verursachern zugeordnet, ein weiterer Sargnagel für die politische Karriere der beiden.

    Juristisch ist das sicher ein Leckerbissen, vor welchem Gericht auch immer. Daß die Richter hier jetzt praktisch Literatur-Gutachter spielen müssen, ist doch recht delikat. Wenn man die Gesetze rund um das Thema Vorstand/Bundesbank studiert, sieht man recht schnell, daß auf die Richter keine leichte Arbeit zukommt. Vermutlich ist Bundespräsident Wulff sogar nicht einmal zu einer Abberufung befugt…

  3. Stefan

    Durch das Verhalten des Schülersprechers sollte ein neuer Diskurs entstehen. Thema sollte die Direktwahl des Bundespräsidenten sein. Bei der letzen Wahl haben die Mechanismen unserer demokratischen Gesellschaft versagt. Hat es je einen Bundespräsidenten gegeben, der so schnell daneben gegriffen hat und sich in Rekordgeschwindigkeit als Handpuppe geoutet hat, als ausführendes Organ der Regierung? Das muss durch eine neue Homestory ausgebügelt und weggelächelt werden.

  4. Eine kleine Anmerkung: Für Vorstände ist allgemein nicht das Arbeitsgericht zuständig. Für Sarrazin ist entweder die normale Gerichtsbarkeit, also aufgrund des Streitwerts: das Landgericht, zuständig. Oder es geht zum Verwaltungsgericht, da ja die Bundesbank eine Behörde ist.

    Anm.: Da merkt man doch gleich, dass ich kein Arbeitsrechtler bin. Im Ergebnis kommt es darauf an, das TS sich gfls gegen seine Abberufung gerichtlich zur Wehr setzt, JS.

  5. crackerjack jubiliert am 6. September 2010 um 10:43

    „Ablehnung der UNO. Ablehnung der EU. Ablehnung barak obamas, … kriegsvorbereitung gegen iran, bedingungslose solidarität mit israel…“

    Ja, das alles finde ich wichtig und gut!

  6. crackerjack

    Jerzy

    ein wenig politikverständniss wäre von nöten.

    sympatisant ist nicht wähler. Wer sein politische agenda einzig auf migranten und islam konzentriert wird scheitern. Der ansatz eine deutsche rechtspopulismus jenseits der cdu/csu wird im steinhöfel blog, die achse des gute, und das „alte “ politically incorrect (bevor der islam überhand nahm), erkennbar.

    Neben der ablehnung des islams wären die wichtigsten politischen grundsätze, als da wären u.a:

    Neoliberaler wirtschaftsansatz im innern: Der freie markt als sichselbstregulierende autonom. Ablehnung des deutschen umlage rentensystems zugunsten einer kapitalgedeckte selbstversorgung. Ablehnung des solidaritätsprinzip in gesundheits und sozialsystem zugunsten private absicherung, atomkraft ausbauen, ablehnung staatliche lenkung zur erneuerbaren energien…………….

    US republikanische geprägte aussenpolitik: Präventivekrieg als legitimer, integraler teil der aussenwirkung. Ablehnung der UNO. Ablehnung der EU. Ablehnung barak obamas, konfrontation mit russland und china, kriegsvorbereitung gegen iran, bedingungslose solidarität mit israel, truppen in iraq, mehr truppen in afghanistan, aufrüstung der bw zur internationaler eingreifarmee…………….

    die wählerschaft für dieses agenda wird gewiss nicht der spd , grüne oder linke entstammen, sondern der cdu/csu und der fdp. Thilo schwächt die rechte, nicht die linke.

  7. Jerzy

    der ideologisch verblendete crackerjack hat die Umfragen noch nicht verstanden. 21% der T.S. Sympathisanten sind die Wähler der Linken. Beim crackerjack klafft ein Loch zwischen seiner Wahrnehmung und der Wirklichkeit. Der Typ tut mir leid. Wahrscheinlich stimmt was mit seinen Genen nicht. Möglicherweise hat er ein Chromosom zu viel.

  8. crackerjack

    Obs für die union lustig ist, wage ich stark zu bezweifeln. Die sarrazinesische rechtswähler werden zum überwiegenden teil der cdu/csu revier entspringen. Mit eine fdp in leichenstarre, werden spd und grüne die stärksten kräfte. Sollten die union mit der neuen populisten anbändeln, stünde die spd auch nichts mehr im wege sich der linke zu öffnen. Sarrazin spaltet die rechte, nicht die linke. 😉

  9. Benno

    Es steht wohl zu befürchten, daß die ganzen Interessensbekundungen seitens Merkelferkel und Konsorten nichts anderes sind als Augenwischerei. Tut mir leid, aber spätestens seit der causa Sarrazin habe ich NULL Vertrauen mehr in die herrschende politische Kaste, egal welcher Parteizugehörigkeit. Nach diesem Schauprozeß werden sie sich das Vertrauen der Menschen sehr, sehr hart erstmal wieder erarbeiten müssen. Was die Medien angeht, nunja – die fand ich noch NIE sonderlich glaubwürdig, bis auf einige ganz rare, lobenswerte Ausnahmen.

    Wobei es ja ohnehin schon der blanke Hohn ist, daß man jemanden erstmal auf den Scheiterhaufen der veröffentlichten Meinung stellt und dann – wenn man merkt, daß die Bevölkerung zurecht pampig wird – plötzlich viel kleinlauter wird: Ja, ähem, räusper, also wir wissen durchaus, daß es da Probleme gibt. Die wollen wir ja auch gar nicht totschweigen oder mit Redeverboten belegen, ehrlich nicht. Lasst uns doch einfach mal darüber diskutieren!

    Da aber seit mehr als 10 Jahren nicht ordentlich darüber diskutiert wurde, wünscht sich eine stattliche Zahl von Mitbürgerinnen und -bürgern keine Diskussionen mehr, schon eher konsequentes Handeln.

  10. sarrazin-unterstuetzer

    thilo sarrazin muesste eine gute mannschaft um sich versammeln und eine neue partei gruenden. als „mitstreiter“ fallen mir spontan einige namen ein: f. merz, olaf henkel, prof. schachtschneider, necla kelek, roland koch, etc. – mit diesem team waere die neue partei in allen wichtigen bereichen sehr gut aufgestellt. und ja, weshalb nicht auch den herrn steinhoefel ins team berufen….

  11. Es gab ja schon mal eine 18-Prozent-Partei. Deren antisemitischer Vorsitzender hatte dann aber einen freiwilligen Absturz auf einem westfälischen Acker.

    Wenn Dr. Thilo S. eine Partei gründen sollte, die ja für mindestens 18% der Bundesbürger attraktiv wäre, wäre ich unter den ersten Mitgliedern… – mit zweistelliger Zahl im Parteibuch!

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