Gen. Sir Charles Napier – Multikulti, aber richtig

Folgt man den Thesen von Douglas Murray in seinem großartigen Buch „Der Selbstmord Europas“, so sind die hier mehr dort weniger präsenten Identitätsprobleme europäischer Staaten und ihrer Bürger jedenfalls auch auf den Kolonialismus zurückzuführen. Die Schuld, die viele Länder einst auf sich geladen haben, lastet noch heute schwer auf dem Schultern vieler billig und gerecht Denkender und ist eine der Quellen für den heimlichen Wunsch, die Nationalstaaten als Wurzeln allen Übels aufzulösen. Durch ein stärkeres „Europa“ oder durch Migrationsströme von solchen Personen, deren Kultur eine andere als die Verderben bringende westlicher Staaten ist. Damit alles besser werde. Auf das es nie wieder zu Völkermord, Kolonialismus, Weltkriegen, Massenvernichtung komme.

Multikulti Über Alles!

Sie kennen Gen. Sir Charles James Napier (* 10. August 1782 in London; † 29. August 1853 in Oakland) noch nicht? Wird Zeit, dass sich das ändert. Napier war ein britischer General, Oberbefehlshaber der Truppen der Britisch-Ostindischen-Handelsgesellschaft. Und wahrscheinlich der Erfinder des Multikulturalismus.

Napier war ein Gegner der in Indien weit verbreiteten Witwenverbrennung. Dem Brauch, die Witwe lebend auf dem Scheiterhaufen ihres verstorbenen Mannes zu verbrennen. Ein Brauch, von dem die Priester, so meinte Napier, auch noch finanziell profitierten. Napier, in der Region Sindh stationiert, erfuhr davon, dass eine Witwenverbrennung bevorstünde. Er liess die Verantwortlichen wissen, dass er diese Opfergabe stoppen würde. Die Priester beschwerten sich. Dies sei ein althergebrachter religiöser Brauch. Und die Bräuche einer Nation sollten respektiert werden. Napier erwiderte:

„So sei es denn. Wenn das Verbrennen von Witwen euer Brauch ist, bereitet den Scheiterhaufen vor. Aber mein Land hat auch einen Brauch. Wenn Männer Frauen lebendig verbrennen, hängen wir sie auf und konfiszieren ihren Besitz. Meine Tischler werden also einen Galgen neben eurem Scheiterhaufen errichten und alle Beteiligten aufhängen, wenn die Witwe verbrannt ist. Ihr könnt eurem Brauch folgen. Und danach folgen wir dann unserem.“

Unser Land kann sehr viel von Gen. Sir Charles Napier lernen!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2018

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Kommentare

  1. Chris Benthe

    Interessante historische Momentaufnahme mit exemplarischer Qualität ! Was impliziert sie, was ist die Folgerung ?

    Da öffnet sich ein weites, weites Feld. Zuerst: der Rechtsstaat muss wiederhergestellt werden,ich glaube, da kann jeder folgen. Was würde das bedeuten für diejenigen, die hier noch nicht so lange leben und es sich in der staatsverordneten Anarchie bequem gemacht haben , Stichwort: Scharia ? Eure Bräuche, unsere Bräuche ! Setzen wir also unser in Jahrhunderten mühsam erkämpftes Recht durch, bleibt am Ende nur eins: diejenigen, die zur Rechenschaft gezogen werden, weil sie “ihre Bräuche” gegen geltendes, hiesiges Recht gepflegt haben, müssten entweder aufhören, ihre Bräuche zu pflegen oder diesen Kulturraum verlassen. Was ist wahrscheinlicher, wenn der Rechtsstaat sich durchsetzt ? Anpassung oder Remigration ? Je ungebildeter die Zielgruppe ist, desto wahrscheinlicher dürfte die Remigration sein. Die gebildeten Schichten nämlich erzeugen erst gar keine Anpassungsprobleme.

    Schlussfolgerung: Einwanderung der erwünschten, qualifizierten und produktiven Kräfte aus Kulturen, die keine Anpassungsschwierigkeiten erzeugen. Diese Menschen gibt es übrigens zuhauf. Worauf warten wir noch ?

  2. Andrea Hendrich

    Lieber Herr Steinhöfel, dieser Artikel ist super! Er zeigt genau auf, wie wir argumentieren müssen,… müssten, wenn wir noch einen “A” in der Hose hätten und überhaupt noch wissen, für was unsere Kultur steht. Danke, diese Sätze merke ich mir.

  3. Elke Striowsky

    In Deutschland wird dann der Präsident des Verfassungsschutzes entlassen, weil er die Wahrheit gesagt und die Kanzlerin kritisiert hat.

  4. Fritz Nomen

    Herrlich! Ich habe echt ein Lachanfall bekommen ob des Zitates von Sir Charles Napier. 🙂 (den Namen darf ich nicht wieder vergessen).

  5. Andreas M

    Super Story. Nur was folgt das für uns Heute? Zum Beispiel Chemnitz. Wenn ihr uns mit Messern erstrecht, dann werdet ihr —– ja was eigentlich? Bei unserem Rechtsstaat ist alles zu erwarten. Nur kein angemessenes den allgemeinen Rechtsempfinden entsprechendes Strafmaß.